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Symbolbild, KI-generiert

Neo Performance Aktie: Vereinbart Zusammenarbeit bei Phosphogips

Eine unverbindliche Absichtserklärung sieht Produktionsanteile aus Phalaborwa vor; langfristige Abnahmeverträge sind noch offen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Technologieeinsatz bei Phalaborwas Aufbereitung
  • 40 Prozent des künftigen NdPr-Ausstoßes vorgesehen
  • 65 Prozent der SEG+-Karbonate beansprucht
  • Kommerzielle Förderung ab 2028 angestrebt

Neo Performance Materials verstärkt seine Rohstoffbasis außerhalb Chinas. Das an der Börse in Toronto notierte Spezialmaterialien-Unternehmen erschließt das Phalaborwa-Projekt in Südafrika. Die Partnerschaft zielt auf die Gewinnung kritischer Seltener Erden aus industriellen Rückständen ab.

Im Handel notiert die Aktie von Neo Performance heute bei 19,89 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 1,7 Prozent entspricht. Auf Jahressicht zählt der Titel jedoch zu den starken Gewinnern an den Rohstoffmärkten: Seit Jahresanfang summiert sich das Kursplus auf 105 Prozent.

Separationstechnologie gegen feste Abnahmekontingente

Die Vereinbarung regelt eine enge technische und kommerzielle Zusammenarbeit bei der Aufbereitung eines rund 35 Millionen Tonnen umfassenden Phosphogips-Vorkommens. Neo Performance stellt dem Vorhaben seine eigene Technologie zur Flüssig-Flüssig-Extraktion für die finale Trennung der Seltenen Erden zur Verfügung.

Als Gegenleistung sichert sich das Unternehmen das Recht auf feste Produktionsanteile: Vorgesehen ist der Bezug von 40 Prozent der künftigen jährlichen Produktion von Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr) mit einem Reinheitsgrad von mehr als 99 Prozent.

Zudem erhält das Unternehmen Anspruch auf 65 Prozent der jährlichen Ausbeute an SEG+-Karbonaten, die schwere Seltene Erden wie Samarium, Europium und Gadolinium umfassen.

Die Preisbildung soll zu marktüblichen Konditionen auf Basis anerkannter Preisindizes erfolgen. Da es sich zunächst um eine unverbindliche Absichtserklärung handelt, stehen die abschließenden Verhandlungen über langfristige Abnahmeverträge noch aus.

Nächste Projektschritte und Zeitplan bis 2028

Parallel zu den vertraglichen Schritten laufen die technischen Vorbereitungen. Während in Johannesburg eine Pilotanlage betrieben wird, finden weitere Materialtests in Estland statt.

Der weitere Fahrplan bis zur Realisierung des Projekts steht bereits in Grundzügen fest:
* Eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie soll im vierten Quartal 2026 vorgelegt werden.
* Der Abschluss der umfassenden Machbarkeitsstudie ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.
* Die erste kommerzielle Produktion wird für 2028 angestrebt.

Diversifizierung abseits dominanter Lieferketten

Das Vorhaben ist Teil weltweiter Bemühungen von Industrie und Weiterverarbeitern, alternative Versorgungsrouten für strategische Metalle aufzubauen. Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) verdeutlichen die anhaltende Konzentration des Sektors: Im Jahr 2024 entfielen rund 91 Prozent der weltweiten Produktion von raffinierten Magnet-Seltenerdoxiden sowie 94 Prozent der Fertigung von Sinter-Permanentmagneten auf chinesische Anbieter.

Durch den Zugriff auf die südafrikanischen Bestände stärkt Neo Performance die eigene Versorgung mit unverzichtbaren Rohstoffen für Permanentmagnete und Spezialanwendungen.

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