Starkes Wachstum, bestätigte Jahresziele — und trotzdem notiert die Aktie rund 55 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Bei Nemetschek klaffen operative Stärke und Kursentwicklung derzeit weit auseinander.
Quartalszahlen treffen die Erwartungen
JPMorgan-Analyst Joseph George hält an seiner „Overweight“-Einstufung fest. Das Kursziel bleibt bei 110 Euro. Begründung: Die Q1-Zahlen entsprachen den Erwartungen, der Jahresausblick wurde bestätigt.
Die Zahlen können sich sehen lassen. Der Umsatz wuchs währungsbereinigt um 17 Prozent auf 313 Millionen Euro. Das Subskriptions- und SaaS-Geschäft legte sogar um 35 Prozent zu. Das EBITDA stieg auf 98 Millionen Euro, die Marge lag bei 31,4 Prozent. Beim Konzernüberschuss verbuchte Nemetschek ein Plus von gut einem Drittel.
Für 2026 plant das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 14 bis 15 Prozent. Die EBITDA-Marge soll zwischen 32 und 33 Prozent liegen.
Analysten mehrheitlich optimistisch
JPMorgan steht mit seiner positiven Sicht nicht allein. 14 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, drei raten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 86,64 Euro — rund 40 Prozent über dem aktuellen Kurs von 61,95 Euro.
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Die Bandbreite der Einschätzungen ist allerdings bemerkenswert groß. Berenberg Bank und Goldman Sachs sehen den fairen Wert bei 115 beziehungsweise 110 Euro. Die UBS bleibt mit einem Ziel von 56 Euro deutlich skeptischer.
Kurs weit unter Hochs
Der Markt honoriert die guten Zahlen bislang nicht. Die Aktie verlor allein seit Jahresbeginn rund 31 Prozent. Auf Jahressicht beträgt das Minus fast 50 Prozent. Mit 61,95 Euro liegt der Kurs nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 57,60 Euro.
Das Gap zwischen den mehrheitlich optimistischen Kurszielen der Analysten und dem aktuellen Kursniveau ist damit ungewöhnlich groß. Ob der Markt die Bewertungslücke schließt, hängt wesentlich davon ab, ob Nemetschek die bestätigten Jahresziele im zweiten Quartal untermauern kann — die nächsten Zahlen werden zeigen, wie belastbar der Wachstumskurs wirklich ist.
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