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Symbolbild, KI-generiert

Nemetschek Aktie: Wachstum unter Beweis

Das Bausoftware-Unternehmen meldet starke Umsatz- und Gewinnzuwächse für 2025 und erhöht die Dividende, doch die Aktie leidet weiterhin unter KI- und Konjunkturängsten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz und EBITDA erreichen neue Rekordwerte
  • Dividende wird zum 13. Mal in Folge erhöht
  • Wiederkehrende Umsätze machen über 90 Prozent aus
  • BlackRock hält über fünf Prozent der Aktien

Rekordwerte für 2025, eine erhöhte Dividende und ein selbstbewusster Ausblick — und trotzdem notiert die Aktie rund 54 Prozent unter ihrem Jahreshoch vom August. Nemetschek kämpft mit einem hartnäckigen Bewertungsproblem: Gute Zahlen reichen nicht, solange KI-Sorgen und konjunkturelle Unsicherheit das Sentiment dominieren.

Starke 2025-Zahlen, schwache Kursreaktion

Das Münchner Bausoftware-Unternehmen lieferte für 2025 ein Rekordjahr ab. Der Umsatz kletterte um 19,7 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro, das EBITDA legte um 23,3 Prozent auf 371,1 Millionen Euro zu. Besonders auffällig: Der Anteil wiederkehrender Umsätze am Gesamtumsatz stieg auf 92,2 Prozent — ein Stabilitätspuffer, der das Geschäftsmodell gegenüber Schwankungen im klassischen Lizenzgeschäft deutlich robuster macht. Der Cloud-ARR wuchs um 35 Prozent auf 220 Millionen Euro.

Das Management dreht die Erzählung rund um KI aktiv um und positioniert das Unternehmen als Profiteur statt als potenzielles Opfer. Für 2026 plant Nemetschek ein organisches, währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 bis 15 Prozent. Ob das der Markt als überzeugend genug einschätzt, hat sich bislang nicht im Kurs niedergeschlagen.

Dividende, BlackRock und der Q1-Termin

Hinzu kommt eine Dividendenerhöhung um 24 Prozent auf 0,68 Euro je Aktie — die dreizehnte Erhöhung in Folge. Die Hauptversammlung am 21. Mai 2026 soll dem Vorschlag zustimmen.

Kurz vor dem nächsten Katalysator meldete sich auch BlackRock mit einer Stimmrechtsmitteilung: Der weltgrößte Vermögensverwalter hält demnach 5,06 Prozent an Nemetschek, ergänzt durch Instrumente wie Contracts for Difference über weitere 0,59 Prozent. Eine routinemäßige Pflichtmeldung — inhaltlich wenig spektakulär, aber ein Signal, dass institutionelle Investoren die Position weiter im Blick behalten.

Der eigentliche Stresstest folgt am 30. April 2026, wenn Nemetschek die Quartalsmitteilung für Q1 vorlegt. Zeigen die Zahlen, dass das Wachstumstempo mit der eigenen Prognose Schritt hält, könnte das den nötigen Impuls liefern, um den Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei rund 96 Euro schrittweise zu verringern.

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