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Nemetschek Aktie: 40-Prozent-Marge bei HCSS

Nemetschek vollendet Übernahme von HCSS und treibt Cloud-Strategie voran. Analysten zeigen sich optimistisch für die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • HCSS-Übernahme offiziell abgeschlossen
  • Starke operative Marge von 40 Prozent
  • Cloud-Erlöse wachsen um über 35 Prozent
  • Analysten bestätigen positive Einstufungen

Nemetschek sucht nach dem Kurssturz den Boden. Hinter dem MDax-Konzern liegen Monate mit zweistelligen Verlusten. Jetzt setzt das Management auf eine Milliardenwette in den USA.

Die Übernahme des Anbieters HCSS ist seit Anfang Juli offiziell abgeschlossen. Der Zukauf stärkt das Geschäft mit öffentlicher Infrastruktur massiv. HCSS glänzte im vergangenen Geschäftsjahr mit einer operativen Marge von rund 40 Prozent.

Parallel dazu treibt Nemetschek den Umstieg auf Mietmodelle voran. Die Software-as-a-Service-Erlöse wuchsen zuletzt währungsbereinigt um über 35 Prozent. Das macht die Einnahmen planbarer. Die Folge: Der Konzern wird unabhängiger von zyklischen Schwankungen am Bau.

Analysten reagieren positiv auf die strategischen Schritte. JPMorgan bestätigt die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 110 Euro. Analyst Joseph George zeigt sich nach Gesprächen mit dem Management optimistisch für die kommenden Monate.

Dazu hat die Deutsche Bank die Beobachtung mit einer Kaufempfehlung wieder aufgenommen. Die Experten setzen das Kursziel auf 75 Euro. Sie heben vor allem das erweiterte Marktpotenzial in Nordamerika hervor.

An der Börse stabilisierte sich der Wert zuletzt leicht. Die Aktie ging am Freitag bei 56,70 Euro aus dem Handel. Das entspricht einem Wochenplus von 2,25 Prozent. Seit Jahresanfang verliert der Titel allerdings über 37 Prozent.

Technisch kämpft das Papier um eine Bodenbildung. Der Kurs notiert aktuell fünf Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Erst ein Sprung über 59,72 Euro würde das Bild kurzfristig aufhellen. BlackRock hat seine Position zuletzt auf über 5,6 Prozent aufgestockt.

Anleger richten ihren Blick nun auf Ende Juli. Dann veröffentlicht Nemetschek den Halbjahresbericht. Diese Zahlen müssen belegen, wie reibungslos die HCSS-Integration im Segment „Build & Construct“ anläuft.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.