Die Auftragsbücher schrumpfen rapide. Die Aktie klettert indes unaufhaltsam. Bei Nel ASA klaffen die operativen Zahlen und die Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist richtet sich strategisch neu aus. Der Fokus rückt auf Energiesicherheit und den Rüstungsbereich.
Das kommt am Markt gut an. Allein in den letzten 30 Tagen stieg der Kurs um fast 26 Prozent. Mit einem aktuellen Preis von 0,24 Euro notiert das Papier nur knapp unter dem Jahreshoch.
Einbruch beim Auftragseingang
Im ersten Quartal 2026 verbuchte Nel einen Umsatz von 148 Millionen Norwegischen Kronen. Das entspricht einem leichten Rückgang im Jahresvergleich. Parallel dazu verbesserte sich das operative Ergebnis auf minus 100 Millionen Kronen.
Der Nettoverlust schmolz spürbar. Ein hartes Sparprogramm zeigt erste Erfolge. Das Management senkte die Personalkosten um mehr als ein Fünftel.
Ein massives Problem bleibt der Vertrieb. Die Folge: Der Auftragseingang stürzte um 73 Prozent auf magere 85 Millionen Kronen ein. Folglich sank der gesamte Auftragsbestand auf rund 1,1 Milliarden Kronen.
Rüstung als neuer Wachstumsmarkt
Konzernchef Håkon Volldal steuert nun gegen. Er positioniert erneuerbaren Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für dezentrale und krisenfeste Energiesysteme. Das schließt explizit militärische Anwendungen ein.
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Geopolitische Spannungen dienen hier als langfristiger Treiber. Volldal fordert einen völlig neuen Blick auf globale Energiesysteme. Dieser strategische Schwenk trifft bei Investoren offenbar den richtigen Nerv.
Neue Technologie steht vor dem Start
Anleger blicken nun auf den 6. Mai. Nel präsentiert dann eine neue Technologieplattform. Es handelt sich um ein neuartiges Druck-Alkali-System.
Die Versprechen des Managements sind groß. Die nächste Generation der Elektrolyseure soll den Platzbedarf um bis zu 80 Prozent reduzieren. Obendrein peilt Nel massive Einsparungen an. Die Investitionskosten sollen um fast die Hälfte sinken.
Auch in der PEM-Sparte gibt es Bewegung. Die US-Tochter sicherte sich einen Millionenauftrag für ein europäisches Projekt ab 2027. Weitere Abschlüsse erwartet Volldal noch vor dem Halbjahresbericht im Juli.
Die Präsentation in der kommenden Woche markiert einen Wendepunkt. Nel muss beweisen, dass die neue Plattform im harten Wettbewerb technisch und preislich überzeugt. Gelingt das, stützt dies die aktuelle Kursrallye.
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