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Nel ASA: May-6-Launch soll Auftragseinbruch umkehren

Nel ASAs Aktie erreicht Jahreshoch, während Auftragseingang einbricht. Der Launch einer neuen Technologieplattform am 6. Mai soll die Trendwende bringen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie auf 52-Wochen-Hoch gestiegen
  • Auftragseingang um 73 Prozent eingebrochen
  • Neue PEM-Plattform als Hoffnungsträger
  • Analysten bleiben bei neutraler Bewertung

Ein 52-Wochen-Hoch bei gleichzeitig einbrechendem Auftragseingang— bei Nel ASA klaffen Kursentwicklung und operative Realität weit auseinander. Am 6. Mai soll eine neue Technologieplattform den Wendepunkt markieren.

Wenn der Kurs der Fundamentalanalyse davonläuft

Der Wasserstoffsektor profitierte Ende April von starken Bloom-Energy-Zahlen, und Nel ASA gehörte zu den größten Gewinnern. Die Aktie kletterte auf ein Jahreshoch von 0,28 Euro— ein Plus von rund 44 Prozent seit Jahresbeginn.

Die Q1-Zahlen für 2026 erzählen eine andere Geschichte. Der Umsatz fiel um fünf Prozent auf 148 Millionen Norwegische Kronen. Der Nettoverlust schrumpfte zwar auf 144 Millionen Kronen, nachdem es ein Jahr zuvor noch 179 Millionen waren— ein Fortschritt, der allerdings wenig tröstet, wenn man auf den Auftragseingang schaut.

Der brach um 73 Prozent auf nur noch 85 Millionen Kronen ein. Der Auftragsbestand sank um 24 Prozent auf 1,11 Milliarden Kronen. Das sind keine Randnotizen— das ist das Kernproblem.

Stellenabbau kauft Zeit, löst aber nichts

Nel hat rund ein Viertel der Belegschaft abgebaut und verfügt über eine Liquiditätsreserve von etwa 1,4 Milliarden Kronen. Das Management sieht die Mittel als ausreichend für 2026 an und erwartet, mit containerisierten PEM-Lösungen die Lücke bis zu größeren Alkali-Aufträgen zu überbrücken.

Ob das reicht, hängt stark davon ab, was am 6. Mai in Herøya passiert.

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Der 6. Mai als Schlüsseltag

CEO Håkon Volldal bezeichnet die neue druckbasierte Alkali-Elektrolyseur-Plattform als „Meilenstein für das gesamte Elektrolyseur-Segment“. Die Technologie soll die Investitionskosten um 40 bis 60 Prozent senken und die Betriebskosten um 10 bis 20 Prozent reduzieren. Die EU hat bereits bis zu 135 Millionen Euro Förderung zugesagt— rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Größere Lieferungen sind für 2027 geplant.

Ein Risiko begleitet den Launch: Zwei Produktionslinien im Werk Herøya stehen still. Die Einführung der neuen Plattform könnte Wertminderungen auf diese älteren Anlagen auslösen.

Analysten bleiben vorsichtig

Berenberg-Analyst James Carmichael hält an seiner Neutral-Einstufung fest, senkte das Kursziel jedoch von 2,60 auf 2,30 Kronen. Citigroup zog nach und kürzte das Ziel von 2,70 auf 2,40 Kronen— beide Häuser verweisen auf anhaltende Unsicherheiten bei der kommerziellen Skalierung. Der Analystenkonsens liegt derzeit bei rund 2,22 Kronen, bei einer Spanne von 1,20 bis 4,20 Kronen.

Nel hat in den vergangenen vier Wochen rund 47 Prozent zugelegt. Sektorbegleiter wie Ballard Power Systems kamen im gleichen Zeitraum auf nur drei Prozent.

Das Technologieevent am 6. Mai ist der erste echte Test. Am 15. Juli folgen die Q2-Zahlen— dann zeigt sich, ob die neue Plattform bereits erste Aufträge generiert oder ob der Kursanstieg der kommerziellen Realität weiter vorauseilt.

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