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Nel ASA: EUR 135 Millionen EU-Förderung für 4 GW

Nel ASA präsentiert neue Elektrolyseur-Plattform, während Auftragseingang um 73 Prozent sinkt. Analysten bleiben skeptisch trotz Kursrally.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue druckbasierte alkalische Elektrolyseur-Plattform
  • Auftragseingang im ersten Quartal eingebrochen
  • EU-Förderung von bis zu 135 Millionen Euro
  • Analysten raten weiterhin zum Verkauf

Neue Technologie, steigender Kurs — und ein Auftragseingang, der im ersten Quartal um 73 Prozent eingebrochen ist. Bei Nel ASA klaffen Börsenstimmung und operative Realität derzeit weit auseinander.

Nächste Generation Elektrolyseur offiziell vorgestellt

Am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, stellt Nel am Standort Herøya seine neue druckbasierte alkalische Elektrolyseur-Plattform vor — ein Projekt, das 2018 angestoßen wurde und nach Jahren der Entwicklung nun seinen ersten kommerziellen Test erlebt. Das Unternehmen verspricht gegenüber bestehender Technologie eine Senkung der Investitionskosten um 40 bis 60 Prozent sowie niedrigere Betriebskosten. Das modulare System ist für den Außenbetrieb ausgelegt, was aufwendige Gebäudeinfrastruktur bei Großprojekten überflüssig macht.

Den Hochlauf der Produktion auf bis zu 4 GW Jahreskapazität unterstützt die EU mit bis zu 135 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds — das entspricht bis zu 60 Prozent der relevanten Investitions- und Betriebskosten. Eine erste meilensteinbasierte Zahlung von mehr als 10 Millionen Euro wird noch im zweiten Quartal 2026 erwartet.

Kurs auf Jahreshoch, Zahlen unter Druck

Die Aktie notiert aktuell auf ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,31 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 64 Prozent zugelegt — befeuert auch vom Sektorhype rund um Bloom Energy, dessen Quartalsumsatz sich auf 751 Millionen US-Dollar verdoppelte und die gesamte Wasserstoffbranche beflügelte. Peers wie ITM Power und Plug Power zogen mit.

Die Quartalszahlen für Q1 2026 erzählen eine nüchternere Geschichte. Der Umsatz fiel auf 152 Millionen Norwegische Kronen, das EBITDA lag bei minus 100 Millionen Kronen. Der Auftragseingang brach auf 85 Millionen Kronen ein, der Auftragsbestand schrumpfte um 24 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Kronen. Die Liquidität von etwa 1,4 Milliarden Kronen reicht nach eigenen Angaben bis Ende 2026.

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Neue Aufträge, skeptische Analysten

Nach dem Quartalsende sicherte sich die PEM-Sparte zwei Verträge im Wert von je rund 7 Millionen US-Dollar. Einer davon geht an den Douglas County Public Utility District im US-Bundesstaat Washington — das erste Mal, dass ein öffentlicher Versorger ein Nel-System kauft und selbst betreibt. Die Anlage soll überschüssige Wasserkraft zur Netzstabilisierung nutzen, der Betrieb ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant.

Das Analysten-Konsensus bleibt trotz der Kursrally skeptisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,14 Norwegischen Kronen — deutlich unter dem aktuellen Niveau, das Konsensrating lautet „Verkaufen“. Obendrein prüft Nel den Buchwert zweier stillgelegter 500-Megawatt-Produktionslinien am Standort Herøya, was weiteren Abschreibungsbedarf bedeuten könnte.

Am 15. Juli legt Nel seine Halbjahreszahlen vor. Bis dahin wird der Markt genau beobachten, ob der Produktlaunch konkrete Bestellungen nach sich zieht — oder ob die Kursrally der Substanz vorausgeeilt ist.

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