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Nel ASA: Douglas County bestellt 7-Millionen-Elektrolyser

Nel ASA meldet zwei Millionenaufträge und eine neue Druck-Alkali-Plattform. Der Aktienkurs steigt, Analysten bleiben jedoch skeptisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei Millionenaufträge für PEM-Anlagen
  • Neue Druck-Alkali-Elektrolyseure gestartet
  • Aufsichtsratschef kauft 100.000 Aktien
  • Kurs seit Jahresbeginn um 46% gestiegen

Starke Kursgewinne, schwache Analystenstimmen. Bei Nel ASA klaffen Realität und Stimmung derzeit auseinander. Nach einem massiven Einbruch der Auftragseingänge im ersten Quartal liefert der Wasserstoff-Spezialist nun handfeste Neuigkeiten. Zwei frische Millionenaufträge und eine neue Technologie-Plattform sollen die Wende bringen.

Neue Kundengruppen für PEM-Anlagen

Die US-Tochter von Nel verbucht einen Auftrag über rund sieben Millionen US-Dollar. Der Käufer ist der Douglas County Public Utility District aus Washington. Das ist eine Premiere. Erstmals kauft und betreibt ein öffentlicher Versorger eine grüne Wasserstoffanlage von Nel. Der Betrieb startet in der ersten Hälfte 2027. Der Versorger nutzt die Anlage zum Ausgleich von überschüssigem Strom aus Wasserkraft.

Ein weiterer Vertrag über sieben Millionen US-Dollar ging fast zeitgleich ein. Mesure Process bestellt containerisierte PEM-Einheiten für ein europäisches Projekt. Diese Anlagen versorgen künftig Wasserstofftankstellen und Industriekunden.

Die beiden Abschlüsse bilden ein wichtiges Gegengewicht. Im ersten Quartal war der Auftragseingang noch um 73 Prozent eingebrochen.

Insiderkauf und neue Plattform

Passend zu den operativen Fortschritten positioniert sich das Management. Aufsichtsratschef Arvid Moss kaufte 100.000 Aktien des Unternehmens. Kurz darauf startete Nel den kommerziellen Vertrieb seiner neuen Druck-Alkali-Elektrolyseure. Die Plattform soll Wasserstoffprojekte vereinfachen und Kosten senken.

Nel peilt für eine 25-Megawatt-Anlage schlüsselfertige Kosten von unter 1.450 US-Dollar pro Kilowatt an. Die Produktion am norwegischen Standort Herøya startet mit einer Kapazität von einem Gigawatt.

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Ein Ausbau auf vier Gigawatt pro Jahr ist bereits skizziert. Der EU-Innovationsfonds unterstützt diese Industrialisierung massiv. Bis zu 135 Millionen Euro an Fördergeldern fließen in das Projekt.

Finanzen und Kursentwicklung

Finanziell sieht sich das Unternehmen gerüstet. Nel beendete das erste Quartal mit 1,4 Milliarden Kronen an liquiden Mitteln. Das reicht laut Management bis Ende 2026. Der Nettoverlust sank auf 144 Millionen Kronen. Ein Personalabbau stabilisiert die Kostenbasis.

Am Aktienmarkt honorieren Investoren die Entwicklung. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um rund 46 Prozent auf aktuell 0,28 Euro. Damit notiert die Aktie knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Analysten bleiben indes skeptisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,14 Kronen. Die Mehrheit rät zum Verkauf.

Am 15. Juli veröffentlicht Nel die Zahlen für das erste Halbjahr. Bis dahin rückt die Vertriebsleistung in den Fokus. Die neue Alkali-Plattform und die PEM-Sparte müssen nun große Aufträge generieren. Nur handfeste Abschlüsse untermauern die jüngste Kursrallye dauerhaft.

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