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Nel ASA Aktie: Vor der Abstimmung

Die Hauptversammlung von Nel ASA entscheidet über die strategische Allianz mit Samsung E&A. Trotz eines starken Auftragsbestands bleibt die Umsetzung in Erlöse die zentrale Herausforderung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Abstimmung über Vorstandsmandat von Samsung E&A
  • Starker Auftragseingang, aber anhaltende Verluste
  • Neues Elektrolyseur-System für 2026 geplant
  • Erste Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Die Hauptversammlung von Nel ASA am 10. April rückt näher — und mit ihr eine Abstimmung, die über mehr als nur einen Vorstandssitz entscheidet. Es geht um das Fundament der Partnerschaft mit Samsung E&A, dem mit 9,1 Prozent größten institutionellen Anteilseigner des norwegischen Wasserstoffunternehmens.

Samsung-Mandat als Vertrauensvotum

Auf der Tagesordnung der vollständig digital abgehaltenen Hauptversammlung steht die Verlängerung des Mandats von Gyuyeon Kang, Executive Vice President bei Samsung E&A. Sein aktueller Vorstandssitz läuft mit der diesjährigen HV aus. Anleger werten die Abstimmung als Indikator dafür, wie belastbar die strategische Allianz zwischen beiden Unternehmen tatsächlich ist.

Bis nach der HV und den Q1-Zahlen am 22. April steht das Management nicht für Investorengespräche zur Verfügung.

Starke Auftragslage, schwache Erlöse

Das Zahlenwerk zum Geschäftsjahr 2025 zeichnet ein widersprüchliches Bild. Im vierten Quartal verbuchte Nel einen Nettoverlust von 870 Millionen Norwegischen Kronen — maßgeblich getrieben durch eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 799 Millionen Kronen auf Produktionsanlagen in Herøya und Firmenwerte im PEM-Segment.

Gleichzeitig sprang der Auftragseingang im selben Quartal um 364 Prozent auf 686 Millionen Kronen, 93 Prozent davon entfielen auf die PEM-Sparte. Der Auftragsbestand stieg bis Jahresende auf 1,319 Milliarden Kronen — ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Liquide Mittel von rund 1,6 Milliarden Kronen sichern den laufenden Betrieb. Das eigentliche Problem bleibt jedoch ungelöst: die Umwandlung des Auftragsbestands in tatsächlich erfasste Umsätze.

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Analysten zurückhaltend

Berenberg-Analyst James Carmichael bestätigte am 18. März sein „Hold“-Rating, senkte das Kursziel jedoch von 2,60 auf 2,30 Norwegische Kronen. Als Begründung nannte er die schwer planbare Auftragskonvertierung und das noch unerprobte neue Elektrolyseur-Plattformkonzept.

Dieses neue Druckwasserstoff-System soll in der ersten Jahreshälfte 2026 kommerziell eingeführt werden. Nel verspricht einen bis zu 80 Prozent kleineren Systemfootprint und Kostensenkungen von 40 bis 60 Prozent. Größere Liefervolumen sind ab 2027 geplant. Das EU-Innovationsfonds-Programm stellt bis zu 135 Millionen Euro bereit — rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten.

Q1-Bericht als nächste Bewährungsprobe

Am 22. April legt Nel die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Dieser Bericht wird zeigen, ob der starke Auftragseingang aus dem Schlussquartal 2025 erstmals messbar in den Umsatzzahlen ankommt — oder ob die Lücke zwischen Backlog und Erlösen weiter besteht.

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