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Symbolbild, KI-generiert

Nel ASA Aktie: Vergleich hilft nicht

Nel ASA legt Rechtsstreit bei, doch operative Schwierigkeiten und Sektorflaute belasten die Aktie weiterhin schwer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Einigung auf 10,5 Millionen Dollar
  • Umsatzrückgang von 31 Prozent
  • Kursverlust von 7,5 Prozent am Mittwoch
  • Sektorstimmung drückt zusätzlich

Einen jahrelangen Rechtsstreit beendet, die Aktie trotzdem im freien Fall — Nel ASA erlebt gerade, dass gute Nachrichten schlechtes Timing nicht aufwiegen.

Der norwegische Wasserstoffspezialist hat sich mit dem US-Industriegaskonzern Iwatani Corporation of America auf einen Vergleich geeinigt. Nel zahlt 7,5 Millionen Dollar, Ausgründung Cavendish Hydrogen weitere 3 Millionen Dollar — insgesamt 10,5 Millionen Dollar zur Beilegung einer Klage rund um Wasserstoff-Betankungsausrüstung. Die ursprünglich im Februar 2024 eingereichte Klage hatte Nel zunächst entschieden zurückgewiesen. Nun bezeichnet das Unternehmen die Einigung als „einvernehmlich und im besten Interesse aller Parteien“. Cavendish betonte, der Vergleich habe keinen Einfluss auf den eigenen Ausblick.

Fundamentale Last bleibt

Der Vergleich beseitigt zwar künftige Rechtskosten und reduziert das Prozessrisiko in den USA — er ändert aber nichts an der schwierigen operativen Lage. Nel meldete zuletzt einen Umsatzrückgang von 31 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr, während sich die Verluste mehr als verdreifachten. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Die Aktie verlor am Mittwoch in Oslo zeitweise rund 7,5 Prozent. Über die zurückliegenden fünf Handelstage summiert sich das Minus auf knapp 24 Prozent. Das klingt hart — relativiert sich aber etwas durch das Jahresplus von rund 18 Prozent, das Nel 2026 bislang aufgebaut hatte.

Sektorstimmung drückt zusätzlich

Neben den unternehmensspezifischen Problemen belastet die allgemeine Stimmung im Wasserstoffsektor. Ohne neue fundamentale Branchennews geraten stark gelaufene Titel unter Druck, sobald Anleger Gewinne sichern. Nel passt genau in dieses Muster: Auf eine starke Erholungsphase folgen jetzt schnelle Rücksetzer.

Die nächste konkrete Orientierung dürften PEM-Elektrolyseur-Aufträge liefern — zuletzt sicherte sich Nel einen Auftrag über 7 Millionen Dollar von einem französischen Kunden. Ob solche Einzelaufträge reichen, um den strukturellen Umsatzrückgang zu bremsen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen.

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