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Symbolbild, KI-generiert

Nel ASA Aktie: Rüstungssektor im Fokus der neuen Elektrolyseur-Plattform

Nel ASA positioniert seine neue Elektrolyseur-Generation für militärische und sicherheitsrelevante Anwendungen, trotz schwacher Quartalszahlen und rückläufiger Aufträge.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fokus auf Rüstung und Energiesicherheit
  • Neue Module senken Baukosten drastisch
  • Umsatz im ersten Quartal gesunken
  • Aktie trotz Analystenskepsis stark gestiegen

Wasserstoff war bisher oft ein reines Klimathema. Nel ASA ändert nun das Verkaufsargument. Der norwegische Konzern positioniert seine neue Elektrolyseur-Plattform gezielt für den Rüstungssektor und die Energiesicherheit. Das passiert ausgerechnet in einer Phase mit schwachen Quartalszahlen.

Neue Technik für dezentrale Netze

Nel hat ein neues System für die Wasserstoffproduktion vorgestellt. Die Druck-Alkali-Elektrolyseure sollen die Baukosten für Kunden um 40 bis 60 Prozent senken. Der Konzern liefert die Anlagen als standardisierte Module aus. Das spart Zeit und senkt das Projektrisiko deutlich.

Vertriebschef Todd Cartwright sieht eine veränderte Nachfrage. Kunden fragen verstärkt nach dezentralen Lösungen für die Energiesicherheit. Auch militärische Anwendungen rücken in den Fokus. Lokale Wasserstoffproduktion macht unabhängig von zentraler Infrastruktur.

Nel baut parallel dazu die Produktion im norwegischen Herøya aus. Die Kapazität steigt zunächst auf ein Gigawatt pro Jahr. Später plant das Management eine Ausweitung auf vier Gigawatt. Die EU fördert die Industrialisierung mit bis zu 135 Millionen Euro.

Rote Zahlen im ersten Quartal

Die technologische Neuausrichtung trifft auf eine schwierige Geschäftslage. Im ersten Quartal sank der Umsatz um fünf Prozent auf 148 Millionen Norwegische Kronen. Der operative Verlust verbesserte sich leicht. Er lag bei 100 Millionen Kronen.

Sorgen bereitet der schwache Auftragseingang. Der Auftragsbestand schrumpfte um fast ein Viertel auf gut 1,1 Milliarden Kronen. Nel verfügt aber weiterhin über ein solides Finanzpolster von rund 1,4 Milliarden Kronen.

CEO Håkon Volldal räumt einen ruhigen Jahresstart ein. Er erwartet jedoch neue Aufträge vor dem Ende des ersten Halbjahres.

Aktie ignoriert Analysten

An der Börse blenden Investoren die operativen Probleme derzeit aus. Die Nel-Aktie notiert aktuell bei 0,28 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein massives Plus von 48 Prozent. Die hohe Volatilität von 90 Prozent zeigt allerdings die Nervosität im Markt.

Analysten bewerten diese Kursrally skeptisch. Die Mehrheit rät zum Verkauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,14 Kronen und damit auf dem aktuellen Niveau. Kurz gesagt: ein Risiko. Die Experten verweisen auch auf mögliche Abschreibungen. Nel prüft derzeit den Wert von zwei stillgelegten Produktionslinien in Herøya.

Am 15. Juli legt Nel den Bericht zum ersten Halbjahr vor. Dann muss das Management beweisen, dass die neue Vertriebsstrategie funktioniert. Die Investoren erwarten konkrete Bestellungen für die neue Elektrolyseur-Plattform aus dem Rüstungs- oder Sicherheitssektor. Bleiben diese aus, verliert die aktuelle Kursrally ihr Fundament.

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