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Nel ASA Aktie: Håkon Volldal wechselt im Januar zu Elopak

Nel ASA verzeichnet nach Kursrutsch ein kleines Plus, bleibt aber im Abwärtstrend. Analysten erwarten für 2026 einen Verlust je Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie erholt sich leicht
  • Umsatzrückgang im zweiten Quartal
  • Auftragsbestand auf Rekordniveau
  • CEO-Wechsel sorgt für Unsicherheit

Nel ASA versucht sich am Donnerstag von den Verlusten der vergangenen Wochen zu lösen. Die Aktie des norwegischen Elektrolyseur-Herstellers notiert bei 0,1948 Euro, ein Plus von 0,93 Prozent zum Vortag. Nach einem happigen Kursrutsch seit den jüngsten Quartalszahlen ist das ein kleines Lebenszeichen.

Der Titel bleibt aber tief im roten Bereich. Zum 50-Tage-Durchschnitt fehlen noch gut 18 Prozent, ein Beleg für den anhaltenden Abwärtstrend der vergangenen Monate. Zum 52-Wochen-Tief von 0,1731 Euro aus dem Februar beträgt der Puffer nur rund 12,5 Prozent.

Reinrassiger Elektrolyseur-Hersteller

Die aktuelle Schwäche folgt auf eine strategische Umbauphase, die Beobachter als „gesunde Schrumpfung“ bezeichnen. Im Juni 2024 spaltete Nel sein Wasserstoff-Tankgeschäft Cavendish Hydrogen ab. Seither konzentriert sich das Unternehmen ausschließlich auf zwei Technologien: alkalische Elektrolyse und PEM-Systeme (Proton Exchange Membrane).

Um die Wettbewerbsposition zu verbessern, brachte Nel im Mai 2026 seine neue Elektrolyseur-Plattform PA-Series auf den Markt. Das System soll die Produktion von Wasserstoff deutlich günstiger machen. Ziel sind Gesamtkosten unter 1.450 Dollar pro Kilowatt.

Die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 zeigten allerdings einen Umsatzrückgang von rund 11,8 Prozent auf 153 Millionen norwegische Kronen. Das Management verweist stattdessen auf den Auftragsbestand. Der liegt auf Rekordniveau. Die eigentliche Aufgabe: die vollen Auftragsbücher endlich in profitablen Umsatz verwandeln.

Führungswechsel als offene Baustelle

Auf der technischen Seite gibt es vorsichtige Entspannungssignale. Der RSI steht bei 37,2 und nähert sich damit überverkauftem Terrain – ein Hinweis darauf, dass der Verkaufsdruck der vergangenen Wochen nachlässt.

Fundamental bleibt die Lage angespannt. Der Analystenkonsens für das Gesamtjahr 2026 rechnet mit einem Verlust von etwa 0,26 norwegischen Kronen pro Aktie.

Hinzu kommt Unsicherheit an der Unternehmensspitze. CEO Håkon Volldal wechselt spätestens im Januar 2027 zum Verpackungskonzern Elopak. Einen Nachfolger hat Nel bislang nicht benannt. Für den Markt bleibt die Personalie ein Unsicherheitsfaktor, solange die Suche andauert.

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Diskussion zu Nel ASA

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.