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Nel ASA Aktie: EUR 135 Millionen für Plattform-Projekt

Nel präsentiert Druck-Alkali-Elektrolyseur mit 40-60% niedrigeren Investitionskosten, während Auftragseingang einbricht und Analysten skeptisch bleiben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Plattform senkt Investitionskosten massiv
  • EU-Förderung von bis zu 135 Millionen Euro
  • Auftragseingang bricht um 73 Prozent ein
  • Kein Analyst empfiehlt aktuell den Kauf

Am 6. Mai präsentiert Nel ASA in Herøya eine neue Elektrolyseur-Plattform. Vorstandschef Håkon Volldal verspricht einen technologischen Sprung, der die Investitionskosten für grünen Wasserstoff drastisch reduzieren soll. Rückenwind kommt aus Brüssel durch milliardenschwere Förderprogramme. Die Realität in den Auftragsbüchern des norwegischen Unternehmens sieht derzeit allerdings deutlich trüber aus.

Neue Technik und EU-Millionen

Im Zentrum des anstehenden Events steht ein neuartiger Druck-Alkali-Elektrolyseur. Die modulare Anlage für den Außenbereich soll die Investitionskosten pro System um 40 bis 60 Prozent senken. Parallel dazu sinken laut Management die Betriebsausgaben um bis zu 20 Prozent. Nel zeigt dabei keine reinen Konzeptzeichnungen, sondern eine funktionierende physische Installation.

Die Europäische Union flankiert diese Entwicklung mit massiven Subventionen. Der EU-Innovationsfonds unterstützt Nels Plattformprojekt mit bis zu 135 Millionen Euro. Die Struktur des Zuschusses deckt einen Großteil der anfallenden Kosten ab, eine erste Meilenstein-Zahlung von über zehn Millionen Euro steht unmittelbar bevor. Derweil hat das Energieförderprogramm der EU einen weiteren Topf von 600 Millionen Euro für grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte geöffnet.

Auftragsflaute trifft auf Kostensenkungen

Die jüngsten Finanzdaten offenbaren eine Schwäche im operativen Geschäft. Der Umsatz sank im ersten Quartal auf 152 Millionen norwegische Kronen. Besonders drastisch fiel der Einbruch beim Auftragseingang aus, der um 73 Prozent auf lediglich 85 Millionen Kronen abstürzte.

Lichtblicke gibt es bei der Profitabilität. Das operative Minus (EBITDA) verbesserte sich auf 100 Millionen Kronen. Ein striktes Sparprogramm greift, die Personalkosten fielen um mehr als ein Fünftel. Mit liquiden Mitteln von 1,44 Milliarden Kronen verfügt das Unternehmen über ein komfortables Polster für die laufende Entwicklung. Um neue Märkte zu erschließen, positioniert Volldal Wasserstoff zunehmend als strategisches Werkzeug für Energiesicherheit und Verteidigung. Ein aktueller Auftrag über sieben Millionen US-Dollar für PEM-Elektrolyseure aus Europa stützt dieses Narrativ.

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Abschreibungsrisiken und Analystenskepsis

Der technologische Übergang birgt finanzielle Gefahren. Zwei ältere Produktionslinien in Herøya stehen aktuell still. Startet die neue Plattform erfolgreich, drohen auf diese Anlagen Wertberichtigungen. Die kommerzielle Massenproduktion der neuen Generation ist für 2027 angesetzt.

Marktbeobachter reagieren auf die Gemengelage äußerst zurückhaltend. Von zwölf Analysten, die Nel bewerten, rät aktuell kein einziger zum Kauf der Aktie. Die Mehrheit empfiehlt den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,13 Kronen.

Am 15. Juli folgen die Ergebnisse für das zweite Quartal. Bis dahin richtet sich der Fokus auf den 6. Mai. Das Event in Herøya muss beweisen, dass die versprochene Kostensenkung der neuen Druck-Alkali-Plattform in der Praxis funktioniert und künftige Aufträge sichert.

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