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Nel ASA Aktie: CEO-Abschied und Auftragsplus

PEM-Aufträge treiben Nels Bestelleingang, während schwache Alkalin-Erlöse und negativer operativer Cashflow das Quartal belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsumsatz sinkt auf 112 Millionen Kronen
  • Bestelleingang steigt um 340 Prozent
  • PEM-Sparte legt beim Umsatz deutlich zu
  • Operativer Mittelabfluss beträgt 200 Millionen Kronen

Håkon Volldal verabschiedet sich mit einem gemischten Quartal. Bei seiner letzten Ergebnispräsentation nach vier Jahren an der Nel-Spitze stehen ein tiefer Umsatzeinbruch und ein deutlich gestiegener Auftragseingang nebeneinander.

Alkalin bricht weg, PEM trägt

Der Umsatz fiel im dritten Quartal um 63 Prozent auf 112 Millionen norwegische Kronen. Das EBITDA lag bei minus 93 Millionen Kronen, nach minus 37 Millionen im Vorjahr. Hauptgrund ist die alkalische Sparte, deren Erlöse um 91 Prozent einbrachen. Nach zwei Jahren mit wenigen Bestellungen fehlt dort schlicht das Geschäft.

Die PEM-Sparte läuft besser. Ihr Umsatz stieg um 65 Prozent, getrieben von größeren Projekten im Megawattbereich. Auch die Margen verbesserten sich, weil Nel stärker standardisiert liefert.

Der Auftragseingang kletterte um 340 Prozent auf 253 Millionen Kronen, fast ausschließlich dank PEM-Bestellungen. Der Auftragsbestand wuchs auf 1,314 Milliarden Kronen und ist inzwischen überwiegend PEM-lastig. Treiber sind die containerisierten Systeme, von denen Nel nach eigenen Angaben knapp 30 verkauft hat.

Rüstung, Risiken und Cash

Zu den Aufträgen zählen eine Bestellung von Collins Aerospace über 20 Millionen Dollar für U-Boot-Stacks und ein Rahmenvertrag mit dem schottischen Integrator Hydrasun. Nach Quartalsende kam ein Auftrag über 12 Millionen Dollar von einem nicht genannten US-Technologiekonzern hinzu. Mit Rheinmetall unterzeichnete Nel zudem eine Absichtserklärung zur dezentralen Produktion synthetischer Kraftstoffe.

Es gibt jedoch auch Schattenseiten. Zwei Standorte des Hyds-Projekts rutschten in den riskanten Auftragsbestand und sollen 2027 voraussichtlich nicht mehr liefern. Der operative Cashflow lag bei minus 200 Millionen Kronen. Die Kasse ist mit 1,078 Milliarden Kronen aber noch solide gefüllt.

Die Aktie reagierte verhalten und notierte zuletzt rund zwei Prozent im Plus. Sie bleibt in der Nähe ihres Jahrestiefs. Vor den Zahlen lag die Marke von 0,23 Euro als Ausbruchsgrenze im Blick, nach unten gilt 0,185 Euro als Unterstützung. Die Analystenziele liegen mit 0,17 bis 0,18 Euro unter dem Kurs von rund 0,21 Euro.

Technologie als Brücke

Volldal setzt auf die nächste Produktgeneration. Die druckbeaufschlagte Alkalin-Plattform soll in einigen Monaten erste Kundenankündigungen bringen. Parallel entwickelt Nel mit General Motors einen neuen PEM-Stack. Der Vollskalentest soll 2027 beginnen, die Kosten sollen um 70 Prozent sinken.

Volldal sagte, der Markt verlange billigere und ausgereiftere Lösungen. Er sehe Nel dafür gut aufgestellt und das Schlimmste überstanden. Als erster Beleg gelten die ersten Kundenankündigungen zur Druck-Alkalin-Plattform, die das Management binnen weniger Monate erwartet.

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Diskussion zu Nel ASA

Dr. Robert Sasse

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Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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