Nel ASA steckt in einem Widerspruch: Die Auftragsbücher füllen sich rasant, doch die Zahlen für 2025 erzählen eine andere Geschichte. Wie lange das Unternehmen noch auf Kredit der Zukunft lebt, entscheidet sich an der Fähigkeit, Bestellungen in echte Gewinne umzuwandeln.
Starkes Auftragsplus, schwache Ergebnisse
Im vierten Quartal 2025 stieg der Auftragseingang um 364 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf NOK 686 Millionen – auch gegenüber dem dritten Quartal ein Plus von 34 Prozent. Der gesamte Auftragsbestand zum Jahresende belief sich auf rund NOK 1,32 Milliarden.
Die Ertragslage sieht deutlich weniger ermutigend aus. Der Nettoverlust im vierten Quartal betrug NOK 870 Millionen, maßgeblich durch Abschreibungen getrieben. Für das Gesamtjahr 2025 sank der Umsatz auf NOK 963 Millionen – ein Rückgang von rund 31 Prozent gegenüber 2024. Das EBITDA lag bei negativen NOK 275 Millionen. Immerhin verfügt das Unternehmen noch über eine Liquiditätsreserve von rund NOK 1,6 Milliarden.
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Wasserstoff als Wachstumswette der Logistikbranche
Strategisch setzt Nel ASA auf den wachsenden Bedarf der Schwerlastlogistik nach grünem Wasserstoff. Hersteller wie Daimler Truck beschleunigen die Umstellung auf flüssigen Wasserstoff für den Fernverkehr. Das Joint Venture „cellcentric“ – bislang ein Gemeinschaftsprojekt von Volvo Group und Daimler Truck – wurde zuletzt durch den Eintritt von Toyota als gleichberechtigtem Partner erweitert. Nel positioniert sich als Infrastrukturlieferant für genau dieses Segment.
Analysten bleiben skeptisch
Trotz des operativen Momentums ist das Analystenbild eindeutig negativ: Von elf Analysten empfehlen sieben den Verkauf der Aktie, sechs raten zum Halten, keiner zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund NOK 2,14 – und damit deutlich unter dem aktuellen Niveau. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 14 Prozent verloren.
Solange Nel ASA den wachsenden Auftragsbestand nicht in nachhaltig positive Margen überführt, dürfte die Skepsis der Analysten anhalten.
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