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Nel ASA Aktie: 46 Prozent unter Jahreshoch

Nel sucht einen neuen CEO, während Großkonzerne ihre Wasserstoffprojekte zurückfahren. Die Aktie notiert deutlich unter ihrem Jahreshoch, der Kapitalpuffer soll den Umbau absichern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie liegt 46 Prozent unter Jahreshoch
  • BP streicht oder verschiebt Wasserstoffprojekte
  • CEO-Rücktritt im Juni, Nachfolger wird gesucht
  • Kapitalpuffer von 1,3 Milliarden Kronen vorhanden

Nel ASA sucht einen neuen Chef. Zeitgleich rücken große Energiekonzerne von grünem Wasserstoff ab. Für den norwegischen Elektrolyseur-Spezialisten ist das eine unbequeme Kombination.

Die Aktie notiert bei 0,1962 Euro und damit rund 46 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 0,3655 Euro aus dem Mai. Der Rückgang zeigt, wie stark sich die Stimmung für Wasserstoff-Werte innerhalb weniger Monate gedreht hat. Gleichzeitig liegt der Kurs noch über dem Jahrestief von 0,1731 Euro aus dem Februar — ein Hinweis darauf, dass sich der Abverkauf zuletzt verlangsamt hat.

Der Sektor macht eine Kehrtwende

Große Energiekonzerne bauen ihre Wasserstoff-Ambitionen zurück. Berichten zufolge hat etwa BP zuletzt mehrere Projekte im Bereich grüner Wasserstoff gestrichen oder verschoben. Der Konzern konzentriert sich wieder stärker auf sein Kerngeschäft.

Für reine Technologieanbieter wie Nel ist das ein Warnsignal. Ihr Geschäftsmodell hängt direkt davon ab, dass Energieversorger und Industriekunden in Elektrolyseure investieren. Ziehen sich die großen Player zurück, schrumpft die Nachfragebasis für die gesamte Branche.

Nel sucht einen Nachfolger

Håkon Volldal trat im Juni von seinem Posten als CEO zurück. Seitdem führt der Vorstand das Unternehmen kommissarisch und sucht parallel nach einem Nachfolger. Bis eine neue Führungskraft feststeht, arbeitet Nel nach der bestehenden Strategie weiter.

Diese Strategie ist inzwischen klar fokussiert. Nach der Abspaltung der Betankungssparte konzentriert sich Nel ausschließlich auf Elektrolyseur-Technologie. Das Unternehmen will die Fertigungskapazität bis Ende 2026 auf 500 Megawatt steigern und 2027 den Sprung Richtung Gigawatt-Skala schaffen.

Kapitalpuffer soll Zeit verschaffen

Um diese Ausbaupläne zu finanzieren, braucht Nel Liquidität. Das Unternehmen weist laut den jüngsten Finanzberichten eine Kassenposition von 1,328 Milliarden norwegischen Kronen aus. Dieser Puffer soll die Forschungsarbeit und den Produktionshochlauf absichern, während der Wasserstoff-Sektor insgesamt an Schwung verliert.

Die Kombination aus fehlendem CEO und schwächelnder Branchennachfrage bleibt für Anleger die zentrale Unsicherheit. Bis der Vorstand einen Nachfolger für Volldal präsentiert, dürfte die Aktie in erster Linie von der Entwicklung des gesamten Wasserstoff-Sektors abhängen — und weniger von unternehmenseigenen Impulsen.

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Diskussion zu Nel ASA

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.