Grüner Wasserstoff ist teuer und komplex. Nel ASA will das jetzt ändern. Die Norweger bringen eine neue Elektrolyseur-Plattform auf den Markt. Das Ziel: Die Baukosten für neue Anlagen sollen massiv sinken.
Kampf den Baukosten
Nach acht Jahren Entwicklung ist das System marktreif. Nel setzt auf eine modulare Bauweise direkt ab Werk. Das drückt die Investitionskosten um 40 bis 60 Prozent. Bisherige Industrieprojekte verschlingen oft 3.000 US-Dollar pro Kilowatt. Nel peilt für eine Standardanlage nun weniger als die Hälfte an.
Massenproduktion in Norwegen
Die Produktion am Standort Herøya läuft an. Aktuell baut Nel dort Kapazitäten für ein Gigawatt pro Jahr auf. Langfristig plant das Management eine Ausweitung auf vier Gigawatt. Der Zeitpunkt passt. Die weltweite Kapazität für sauberen Wasserstoff wächst dieses Jahr voraussichtlich um 45 Prozent.
Aktie unter Druck
An der Börse spiegelt sich dieser Fortschritt aktuell kaum wider. Die Aktie notiert bei lediglich 0,22 Euro. Allein im vergangenen Monat verlor das Papier fast 32 Prozent an Wert. Dabei markierte der Kurs erst Ende Mai ein Jahreshoch. Die extreme Schwankungsbreite zeigt die anhaltende Nervosität der Anleger.
Die Wasserstoffbranche verlässt allmählich die Phase der unverbindlichen Absichtserklärungen. Echte Großprojekte rücken in den Fokus. Nel ASA hat mit der neuen Plattform nun das passende Werkzeug geliefert. Jetzt muss das Unternehmen beweisen, dass die versprochenen Kostensenkungen in der Praxis tatsächlich greifen.
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