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Nel ASA Aktie: 37-Prozent-Sturz auf 0,21 Euro

Nel ASA verzeichnet drastisch gesenkte Umsatzerwartungen und einen Kursrutsch von über 37 Prozent im letzten Monat.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzprognose um 100 Mio. Kronen gesenkt
  • Aktie verliert über 37 Prozent im Monat
  • Kurs testet kritische 200-Tage-Linie
  • CEO-Rückzug belastet das Unternehmen

Der Wasserstoff-Sektor kämpft mit Verzögerungen. Bei Nel ASA schlägt sich das nun massiv in den Prognosen nieder. Analysten streichen ihre Umsatzerwartungen drastisch zusammen. Die Aktie reagiert prompt und testet eine kritische charttechnische Marke.

Der Marktkonsens für das laufende Geschäftsjahr fällt spürbar düsterer aus. Experten senkten die Umsatzprognose um rund 100 Millionen Norwegische Kronen. Das neue Ziel liegt bei 871,4 Millionen Kronen. Beim Gewinn je Aktie ändert sich wenig. Hier kalkulieren die Modelle weiterhin mit einem Verlust von 0,26 Kronen.

Talfahrt an der Börse

An der Börse hinterlässt diese Skepsis tiefe Spuren. Im vergangenen Monat verlor das Papier über 37 Prozent an Wert. Aktuell notiert der Kurs bei 0,21 Euro. Damit rutschte die Aktie exakt auf die viel beachtete 200-Tage-Linie ab.

Der Ausverkauf drückt die Papiere in den überverkauften Bereich. Die Folge: Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 34,3 eine deutliche Schwäche. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von knapp acht Prozent auf der Anzeigetafel.

Führungslos in die Berichtssaison

Neben dem schwachen Marktumfeld belastet eine personelle Baustelle. CEO Håkon Volldal trat im Juni zurück. Die Suche nach einem Nachfolger läuft. Derweil treibt das Management den Verkauf der neuen Elektrolyseur-Plattform voran. Diese Technologie soll die schwachen Aufträge aus dem Frühjahr ausgleichen.

Der nächste Härtetest folgt am 15. Juli 2026. Dann präsentiert Nel ASA den Halbjahresbericht. Die Zahlen müssen belegen, ob die jüngsten Kostensenkungen bereits greifen. Fällt der Bericht schwach aus, droht ein Fall unter die 200-Tage-Linie.

Diskussion zu Nel ASA

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.