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Nel ASA: 1,4 Milliarden NOK Liquidität für 1-GW-Expansion

Nel ASA präsentiert neue Druckalkali-Technologie zur Kostensenkung. Trotz Auftragsflaute und stabiler Finanzierung hofft der Konzern auf Impulse.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Präsentation der nächsten Elektrolyseur-Generation
  • Kostensenkung von bis zu 60 Prozent
  • Auftragseingänge im ersten Quartal eingebrochen
  • EU-Förderung in Höhe von 135 Millionen Euro

Nel ASA steht vor einer entscheidenden Woche. Die Auftragsbücher leerten sich zuletzt spürbar, nun soll ein technologischer Sprung die Wende bringen. Am Mittwoch präsentiert der Wasserstoff-Spezialist seine neue Elektrolyseur-Plattform der nächsten Generation.

Hoffnungsträger in Herøya

Die neue Druckalkali-Technologie ist das Ergebnis eines siebenjährigen Entwicklungsprogramms. Das Ziel ist eine massive Kostensenkung bei der Produktion von grünem Wasserstoff. Das Management verspricht Einsparungen bei den Investitionskosten von bis zu 60 Prozent. Die Betriebsausgaben sollen im gleichen Schritt spürbar sinken.

Dieser Effizienzsprung ist für das Unternehmen dringend nötig. Im ersten Quartal 2026 brachen die Auftragseingänge auf 85 Millionen Norwegische Kronen ein. Verzögerte Investitionsentscheidungen in der gesamten Wasserstoffbranche belasten das Geschäft. Der Umsatz lag bei rund 148 Millionen Kronen.

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Finanzielles Polster und EU-Millionen

Trotz der Auftragsflaute steht das Unternehmen finanziell stabil da. Ende April verfügte Nel über Barreserven von 1,4 Milliarden Kronen. Diese Liquidität sichert den geplanten Ausbau der Produktionskapazität am norwegischen Standort Herøya auf ein Gigawatt. Flankiert wird die Industrialisierung der neuen Plattform durch Fördergelder. Der EU-Innovationsfonds steuert bis zu 135 Millionen Euro bei.

Warten auf Impulse

An der Osloer Börse zeigte sich die Aktie zuletzt wenig bewegt. Mit einem Schlusskurs von 2,51 Kronen pendelte das Papier in der zweiten Aprilhälfte in einer engen Spanne. Marktbeobachter blicken auf das 52-Wochen-Hoch bei 2,94 Kronen als nächsten Widerstand. Analysten nehmen derweil eine abwartende Haltung ein. Der Konsens lautet „Halten“, bis sich eine klare Erholung bei den Bestellungen abzeichnet.

Am kommenden Mittwoch muss das Management in Herøya liefern. Investoren werden die Präsentation der neuen Hardware genau auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit prüfen. Die entscheidende Messgröße ist die Fähigkeit, industrielle Großaufträge an Land zu ziehen – auch ohne massive staatliche Subventionen. Nach der Abspaltung der Tankstellensparte ist dies der erste große Härtetest für Nel als reinen Elektrolyseur-Anbieter. Auch Großaktionäre wie Samsung E&A dürften die Marktreaktion auf den technologischen Neustart genau verfolgen.

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