Nebius wächst rasant — und die Aktie spiegelt das wider. Am Dienstag kletterte der Kurs auf bis zu 128 Dollar, begleitet von einem Handelsvolumen, das deutlich über dem Durchschnitt lag. Hinter der Bewegung steckt mehr als nur Markteuphorie: Der KI-Infrastrukturanbieter treibt seine geografische Expansion mit konkreten Schritten voran.
Asien-Pazifik als dritte Wachstumsregion
Mit der Ernennung von John Haarer zum General Manager für die Region Asien-Pazifik und Japan signalisiert Nebius den Übergang von der Marktsondierung zur aktiven Expansion. Haarer, der zuvor für Cloudflare und Twilio tätig war, wird von Singapur aus die Märkte Singapur, Japan, Südkorea und Indien erschließen. Das ergänzt ein Netzwerk, das bereits Europa und Nordamerika umfasst.
Das Wachstumstempo des Unternehmens ist bemerkenswert: 2025 stieg der Umsatz um 479 Prozent im Jahresvergleich. Der Auftragsbestand übersteigt 20 Milliarden Dollar, darunter mehrjährige Verträge mit Microsoft und Meta. Bis Ende 2026 peilt Nebius eine annualisierte Umsatzrate von 7 bis 9 Milliarden Dollar an.
Wachstum auf Pump
Die Expansion hat ihren Preis. Nebius plant für 2026 Investitionsausgaben von 16 bis 20 Milliarden Dollar — bei einem prognostizierten Umsatz von lediglich 3 bis 3,4 Milliarden Dollar. Rund 40 Prozent der benötigten Mittel müssen noch durch zusätzliche Schulden, Asset-backed-Finanzierungen oder Kapitalerhöhungen beschafft werden. Bereits jetzt hat das Unternehmen Wandelanleihen im Wert von 4,6 Milliarden Dollar ausgegeben und ein ATM-Aktienprogramm aufgelegt — Verwässerung ist damit fest eingeplant.
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Entsprechend skeptisch zeigt sich ein Teil des Marktes: Die Leerverkaufsquote liegt bei 20 Prozent. Kritiker verweisen auf die hohe Kundenkonzentration — Microsoft und Meta stehen für rund 60 Prozent der unterzeichneten Verträge.
Analysten bleiben optimistisch
Die Mehrheit der Wall-Street-Analysten lässt sich davon nicht beirren. Zehn Analysten vergeben im Schnitt das Rating „Strong Buy“ und sehen das Kursziel bei 166,78 Dollar — ein Aufwärtspotenzial von über 33 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Die Aktie hat 2025 bereits 202 Prozent zugelegt und steht in diesem Jahr nochmals rund 18 Prozent im Plus.
Ob Nebius die parallele Skalierung in den USA, Europa und nun Asien-Pazifik operativ stemmen kann, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — die Messlatte liegt nach dem Auftragsbestand von 20 Milliarden Dollar entsprechend hoch.
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