Fast 17 Milliarden Dollar — diese Zahl beschreibt den Rahmen des Vertrags, den Nebius im September 2025 mit Microsoft geschlossen hat. Jetzt liegen erstmals die genauen Zahlungsmodalitäten auf dem Tisch, und sie sind bemerkenswert.
Sieben Milliarden Dollar vorab
Laut dem beim SEC eingereichten Jahresbericht hat Microsoft rund 6,96 Milliarden Dollar an Vorauszahlungen zugesagt. Der Gesamtwert des Vertrags beläuft sich auf bis zu 17,39 Milliarden Dollar, laufend bis Oktober 2031. Die Vorabzahlungen sind an konkrete Bereitstellungs- und Verfügbarkeitsmeilensteine geknüpft; der verbleibende Betrag wird monatlich über die jeweiligen Vertragslaufzeiten abgerechnet.
Kern der Vereinbarung ist die Bereitstellung dedizierter GPU-Rechenkapazität aus dem Nebius-Rechenzentrum in Vineland, New Jersey. Der Rollout ist in neun Tranchen unterteilt. Die erste wurde im November 2025 ausgeliefert, die zweite im Februar 2026 — der Zeitplan läuft.
Kein Verwässerungsrisiko, solide Kasse
Für Nebius hat die Struktur des Deals einen strategischen Vorteil: Die Vorauszahlungen finanzieren den massiven Kapitalaufwand für den Rechenzentrumsausbau, ohne dass neue Aktien ausgegeben werden müssen. Hinzu kommt eine milliardenschwere Wandelanleihe, die das Unternehmen im März 2026 platziert hat. Analysten sehen die Liquiditätsposition damit als ausreichend, um das Wachstum ohne kurzfristige Kapitalerhöhungen zu stemmen.
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Eigen AI und der Sprung in die USA
Parallel zum Microsoft-Update hat Nebius die geplante Übernahme von Eigen AI für rund 643 Millionen Dollar angekündigt. Der Abschluss soll in den kommenden Wochen erfolgen. Eigen AI bringt eine Inferenz-Optimierungsplattform mit, die in Nebius‘ „Token Factory“-Infrastruktur integriert werden soll — mit dem Ziel, die Kosteneffizienz für Entwickler bei produktiven KI-Workloads zu verbessern.
Die Akquisition markiert außerdem den physischen Einstieg in den US-Markt: Das Gründerteam von Eigen AI soll ein Forschungs- und Entwicklungszentrum im San Francisco Bay Area aufbauen. Das ergänzt laufende Großprojekte, darunter eine 310-Megawatt-KI-Fabrik in Finnland.
Quartalszahlen am 13. Mai
Am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, veröffentlicht Nebius die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Marktbeobachter erwarten vor allem Klarheit darüber, wie Microsoft-Erlöse bilanziell erfasst werden und wie die jüngsten Übernahmen in das Kerngeschäft eingebettet werden sollen. Die Zahlen dürften zeigen, ob der ambitionierte Wachstumskurs bereits in messbaren Umsätzen ankommt.
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