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Symbolbild, KI-generiert

Nebius Aktie: Neues Umsatzhoch!

Nvidia beteiligt sich mit 2 Mrd. USD an Nebius Group, deren Aktie daraufhin um 16% stieg. Die Partnerschaft zielt auf den Aufbau von KI-Infrastruktur und AI Factories ab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie von Nebius springt nach Deal um 16 Prozent
  • Partnerschaft fokussiert auf KI-Infrastruktur und AI Factories
  • Nebius erhält frühen Zugang zu Nvidias Rubin-GPUs
  • Unternehmensumsatz wuchs im letzten Quartal um 547%

Nvidia investiert 2 Milliarden US-Dollar in Nebius Group – und die Märkte reagierten prompt: Die Aktie des KI-Cloud-Anbieters sprang am Mittwoch um 16 Prozent nach oben. Das Handelsvolumen lag mit 31 Millionen gehandelten Aktien fast dreimal so hoch wie der Tagesdurchschnitt. Die Marktkapitalisierung kletterte von rund 24 auf knapp 28 Milliarden Dollar.

Das Investment ist kein isolierter Deal. Es folgt auf ähnliche 2-Milliarden-Dollar-Partnerschaften, die Nvidia zuletzt mit Lumentum, Coherent und CoreWeave geschlossen hat – allesamt Unternehmen, die massiv Nvidia-Hardware abnehmen und KI-Infrastruktur aufbauen.

Was die Partnerschaft konkret bedeutet

Im Rahmen der Vereinbarung arbeiten beide Unternehmen an KI-Infrastruktur, Fleet-Management, Inferenz sowie dem Design und Betrieb sogenannter AI Factories. Nebius erhält dabei frühen Zugang zu Nvidias nächster Hardware-Generation – darunter die künftige Rubin-GPU-Serie, Vera-CPUs und BlueField-Speichersysteme.

Die Rubin-Plattform soll Inferenz-Workloads zehnmal kosteneffizienter verarbeiten als die aktuelle Blackwell-Generation. Server, die Rubin und Vera kombinieren, sollen zehnmal mehr Leistung pro Watt liefern als Nvidias bisherige Systeme.

Das frische Kapital soll helfen, bis Ende 2030 über 5 Gigawatt Rechenkapazität aufzubauen. Dazu zählt eine 1,2-Gigawatt-AI-Factory in Independence, Missouri, sowie weitere Standorte in New Jersey und anderen US-Bundesstaaten – ergänzt durch bestehende Hochleistungscluster in Europa. Die Zahl der Rechenzentrumsstandorte soll in diesem Jahr von sieben auf sechzehn steigen.

Starke Zahlen als Fundament

Die Partnerschaft trifft auf ein Unternehmen, das operativ Fahrt aufnimmt. Im vierten Quartal 2025 erzielte Nebius einen Gruppenumsatz von 228 Millionen Dollar – ein Plus von 547 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der annualisierte Umsatz lag zum Jahresende bei 1,25 Milliarden Dollar und übertraf damit die eigene Prognose.

Der Kernbereich KI-Cloud wuchs sogar um 830 Prozent. Erstmals drehte das bereinigte EBITDA ins Positive; die Marge im KI-Cloud-Segment stieg von 19 Prozent im dritten auf 24 Prozent im vierten Quartal.

Für Umsatzsichtbarkeit sorgen Infrastrukturverträge mit Microsoft und Meta über insgesamt mehr als 20 Milliarden Dollar. Das angestrebte annualisierte Umsatzziel von 7 bis 9 Milliarden Dollar bis Ende 2026 erscheint vor diesem Hintergrund erreichbar. Hinzu kommt die Übernahme von Tavily, einem Anbieter von Suchtechnologie für agentische KI-Anwendungen, der rund 700.000 Entwickler auf die Nebius-Plattform bringt.

Indexaufnahme als zusätzlicher Impuls

Ebenfalls heute tritt Nebius in den Bloomberg 500 Index ein. Die Aufnahme dürfte das Interesse institutioneller Investoren weiter steigern und Handelsvolumen sowie Liquidität der Aktie stützen.

Der nächste konkrete Prüfstein ist die planmäßige Umsetzung der Kapazitätserweiterungen im ersten Quartal – insbesondere die ersten Tranchen im Rahmen des Microsoft-Vertrags, die für die zweite Jahreshälfte 2026 angesetzt sind.

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