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Symbolbild, KI-generiert

Nebius Aktie: Inflation trifft hart?

Nebius-Aktie nahe Allzeithoch trotz Milliardenverlusten. Analysten und Bewertungsmodelle liefern gegensätzliche Signale vor den Q1-Zahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von fast 96 Prozent seit Jahresbeginn
  • Massive Verluste im freien Cashflow
  • Milliardenschwere Aufträge von Meta und Microsoft
  • Quartalszahlen am 13. Mai im Fokus

Starke Kursgewinne, aber tiefrote Zahlen. Bei der Nebius Group klaffen Markteuphorie und fundamentale Bewertung extrem weit auseinander. Die Aktie notiert nahe dem Allzeithoch. Analysten und Bewertungsmodelle liefern völlig gegensätzliche Signale.

Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von fast 96 Prozent. Am Mittwoch schloss das Papier bei knapp 178 US-Dollar. Der Boom bei KI-Infrastruktur treibt den Kurs massiv an.

Analysten vs. Bewertungsmodelle

Wall-Street-Experten bleiben mehrheitlich optimistisch. Sie vergeben Kaufempfehlungen und sehen das durchschnittliche Kursziel bei 163 US-Dollar. Fundamentale Bewertungsmodelle zeichnen ein völlig anderes Bild. Ein klassisches Discounted-Cashflow-Modell schätzt den wahren Wert der Aktie auf lediglich 17 US-Dollar.

Der Grund für diese enorme Diskrepanz liegt in der Bilanz. Nebius verbrennt massiv Geld. Zuletzt verlor der Konzern 3,7 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow. Experten erwarten erst für das Jahr 2030 positive Mittelzuflüsse.

Milliarden-Aufträge stützen den Kurs

Optimisten verweisen auf die prall gefüllten Auftragsbücher. Nebius sitzt auf einem vertraglich gesicherten Bestand von fast 50 Milliarden US-Dollar. Allein Meta Platforms steuert einen mehrjährigen Deal über 27 Milliarden US-Dollar bei. Hinzu kommt eine massive Zusage von Microsoft.

Das Management peilt für 2026 einen Umsatz von über drei Milliarden US-Dollar an. Parallel dazu kauft das Unternehmen zu. Mit dem Erwerb von Eigen AI verschiebt sich der Fokus. Nebius wandert von der reinen Hardware-Infrastruktur hin zu margenstarken Software-Diensten.

Risiken und der nächste Stresstest

Skeptiker warnen vor der harten Konkurrenz durch etablierte Cloud-Giganten wie Amazon und Google. Außerdem belasten Lieferengpässe bei Nvidia-Chips das operative Geschäft. Ein weiteres Problem: Die historische Verbindung zu Yandex schreckt institutionelle Investoren ab. Das begrenzt den Kreis möglicher Käufer.

Am 13. Mai präsentiert Nebius die Zahlen für das erste Quartal. Investoren achten dann genau auf die Entwicklung der wiederkehrenden Umsätze. Das Management muss Fortschritte bei den Großprojekten mit Meta und Microsoft belegen. Verfehlt das Unternehmen die hohen Erwartungen, droht ein harter Realitätscheck.

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