Der Cloud-Anbieter Nebius drückt beim Wachstum aufs Tempo und rückt den nordamerikanischen Markt ins Visier. Mit einem Umsatzsprung von fast 480 Prozent und milliardenschweren Großaufträgen im Rücken baut das Unternehmen seine Präsenz in den USA rasant aus. Kann die neue Führungsetage die hochgesteckten Ziele nun in die Tat umsetzen?
Neue Führung und eine Gigafabrik
Um die Expansion zu steuern, hat Nebius gestern Dan Lawrence zum Senior Vice President und General Manager für Amerika ernannt. Von Boston aus soll er die regionale Vertriebsstrategie für Großkunden und KI-Entwickler vorantreiben. Seine Ernennung folgt direkt auf einen wichtigen Meilenstein im Mittleren Westen: Erst vergangene Woche genehmigte der Stadtrat von Independence, Missouri, Fördergelder für Nebius.
Dies macht den Weg frei für den Bau einer neuen 1,2-Gigawatt-Gigafabrik. Laut CEO Arkady Volozh ist dies das bisher größte Fabrikprojekt des Unternehmens in den USA und lediglich der Auftakt für weitere groß angelegte Infrastrukturprojekte.
Umsatz vervielfacht
Der physische Ausbau spiegelt sich in den stark steigenden Finanzkennzahlen wider. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Nebius einen Umsatz von 529,8 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 479 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein das vierte Quartal steuerte 227,7 Millionen US-Dollar bei. Der operative Cashflow aus fortgeführten Geschäftsbereichen drehte ins Plus und erreichte 401,9 Millionen US-Dollar für das Gesamtjahr.
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Auch die Profitabilität verbesserte sich deutlich: Der bereinigte EBITDA-Verlust schrumpfte auf 64,9 Millionen US-Dollar, nach einem Minus von 226,3 Millionen im Jahr 2024. Unter dem Strich stand für 2025 ein Nettogewinn von 29,0 Millionen US-Dollar. Die hohen Betriebskosten von 1,12 Milliarden US-Dollar unterstreichen dabei den kapitalintensiven Ausbau der massiven Rechenzentren.
Milliarden-Deal und Zukäufe
Das Management peilt bis Ende 2026 einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von sieben bis neun Milliarden US-Dollar an. Dafür sollen bis Jahresende 800 Megawatt bis ein Gigawatt an vernetzter Leistung bereitgestellt werden. Ein zentraler Baustein dafür ist bereits vertraglich gesichert: Ein Infrastruktur-Abkommen mit Meta über drei Milliarden US-Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren.
Um die eigenen Software-Kapazitäten zu erweitern, übernahm Nebius zudem kürzlich das auf KI-Suche spezialisierte Unternehmen Tavily für rund 400 Millionen US-Dollar. Parallel dazu bringt die Einführung der neuen Plattform Cloud 3.1 die neuesten Nvidia-Blackwell-Ultra-Prozessoren ins Netzwerk. Die rasche Umwandlung der massiven Kapitalinvestitionen in aktive Rechenleistung wird in den kommenden Monaten der entscheidende Hebel sein, um die Milliardenziele bis Ende 2026 zu erreichen.
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