Die Aktie der Nebius Group setzte am Dienstag ihren Aufwärtstrend fort und legte um rund 2 Prozent auf 102,58 Dollar zu. Trotz verfehlter Erwartungen im vierten Quartal treibt eine explosive Umsatzentwicklung den Kurs. Anleger stellen sich nun die Frage: Kann der KI-Infrastrukturanbieter seine gigantischen Ausbaupläne und die ambitionierten Ziele für 2026 tatsächlich reibungslos umsetzen?
Gemischte Zahlen, positive Reaktion
Zwar verfehlte das Unternehmen mit einem Umsatz von 227,7 Millionen Dollar im vierten Quartal 2025 die Analystenschätzungen von 246 Millionen Dollar, doch das Wachstum von 547 Prozent gegenüber dem Vorjahr überzeugt den Markt. Besonders das Cloud-Segment sticht mit einem Plus von 830 Prozent hervor.
Wichtig für die Stimmung der Investoren: Das bereinigte EBITDA drehte im abgelaufenen Quartal erstmals ins Plus. Die Marge im Kerngeschäft Cloud kletterte dabei von 19 Prozent im Vorquartal auf nun 24 Prozent. Diese Profitabilitätssteigerung half, den höheren Verlust pro Aktie (0,69 Dollar gegenüber erwarteten 0,42 Dollar) zu kompensieren.
Volatilität durch Finanzierungssorgen
Zuletzt sorgten Gerüchte um Finanzierungsschwierigkeiten beim Konkurrenten CoreWeave kurzzeitig für Unruhe im Sektor und drückten am 20. Februar auch den Nebius-Kurs. Nachdem sich diese Sorgen als unbegründet erwiesen hatten, erholte sich die Aktie zügig. Dennoch bleibt die Sensibilität hoch, da Nebius für das Jahr 2026 massive Investitionen (CapEx) zwischen 16 und 20 Milliarden Dollar plant. Aktuell sind davon laut Unternehmensangaben etwa 60 Prozent finanziert.
Großaufträge stützen Prognose
Das Orderbuch ist prall gefüllt und untermauert die Wachstumsstrategie. Nebius verweist auf einen Auftragsbestand von über 20 Milliarden Dollar, gestützt durch prominente Partnerschaften:
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- Ein Mehrjahresvertrag mit Microsoft im Wert von bis zu 19,4 Milliarden Dollar.
- Eine Vereinbarung mit Meta Platforms über rund 3 Milliarden Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management einen Umsatz von 3 bis 3,4 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Kapazitäten sind stark nachgefragt; bis Ende 2026 soll die verfügbare Leistung von 170 Megawatt (Ende 2025) auf bis zu 1 Gigawatt ausgebaut werden.
Analysten sehen Potenzial
Die Wall Street bleibt überwiegend optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 143 Dollar, was deutliches Aufwärtspotenzial impliziert. Häuser wie Compass Point und BWS Financial bestätigten kürzlich ihre Kaufempfehlungen mit Zielen zwischen 130 und 150 Dollar.
Der Fokus liegt nun vollständig auf der Exekution. Angesichts ausverkaufter Kapazitäten und verlängerter Vertragslaufzeiten ist die Nachfrage gesichert. Gelingt es dem Unternehmen, die geplanten Rechenzentren fristgerecht in Betrieb zu nehmen und die Finanzierungslücke für den Infrastrukturausbau zu schließen, dürfte sich die fundamentale Bewertung im Jahresverlauf weiter festigen.
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