Nebius Group legte am 12. Februar 2026 die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – und schockierte mit einem deutlich geweiteten Quartalsverlust. Zwar explodierte der Umsatz um 547 Prozent im Jahresvergleich, doch die aggressive Expansion verschlingt Milliarden. Die Investitionen in KI-Prozessoren und neue Rechenzentren belasten die Bilanz massiv.
Die wichtigsten Fakten:
- Quartalsumsatz: 227,7 Millionen Dollar (Vorjahr: 35,2 Millionen)
- Nettoverlust Q4: 249,6 Millionen Dollar (Vorjahr: 122,9 Millionen)
- Kapitalausgaben Q4: rund 2,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 416 Millionen)
- Umsatzprognose Ende 2026: 7 bis 9 Milliarden Dollar annualisiert
Umsatz verfehlt Erwartungen
Der niederländische Neocloud-Anbieter meldete für das Schlussquartal 2025 einen Umsatz von 227,7 Millionen Dollar – eine Versechsfachung gegenüber dem Vorjahreswert. Analysten hatten allerdings mit 246,1 Millionen Dollar gerechnet, wie aus von LSEG zusammengestellten Schätzungen hervorgeht.
Für das Gesamtjahr 2025 erwirtschaftete Nebius 529,8 Millionen Dollar, ein Plus von 479 Prozent gegenüber 91,5 Millionen Dollar im Jahr 2024. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich deutlich: Der Verlust schrumpfte von 226,3 Millionen auf 64,9 Millionen Dollar – eine Verbesserung um 71 Prozent.
Quartalsverlust weitet sich aus
Trotz des Umsatzsprungs weitete sich der Nettoverlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen im vierten Quartal auf 249,6 Millionen Dollar aus, verglichen mit 122,9 Millionen im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen jedoch ein Nettoergebnis von 29 Millionen Dollar – nach einem Verlust von 352 Millionen im Jahr 2024.
Investitionsoffensive verschlingt Milliarden
Die Kapitalausgaben explodierten regelrecht: Allein im vierten Quartal investierte Nebius rund 2,1 Milliarden Dollar, verglichen mit 416 Millionen im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 4,07 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 404 Prozent gegenüber 807,5 Millionen im Jahr 2024.
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Das Geld fließt in KI-Prozessoren und den Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten. Nebius kündigte neun neue Standorte in den USA, Frankreich, Israel und Großbritannien an.
Stromkapazität übertrifft Prognosen
Das Unternehmen hat bereits mehr als 2 Gigawatt vertraglich gesicherte Stromleistung – mehr als ursprünglich erwartet. Bis Ende 2026 will Nebius über 3 Gigawatt erreichen, nachdem zuvor nur 2,5 Gigawatt angepeilt worden waren.
Ehrgeizige Umsatzprognose für 2026
Das Management stellte für Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate zwischen 7 und 9 Milliarden Dollar in Aussicht. Zum Vergleich: Ende 2025 lag die annualisierte Rate bei 1,25 Milliarden Dollar.
Tavily-Übernahme angekündigt
Parallel zur Zahlenvorlage gab Nebius die geplante Übernahme von Tavily bekannt. Der Anbieter von Agenten-Such-Technologie verzeichnet nach Unternehmensangaben mehr als 3 Millionen monatliche SDK-Downloads und bedient über 1 Million Entwickler, darunter Fortune-500-Unternehmen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet.
Kursreaktion bleibt verhalten
Die Aktie reagierte volatil auf die Zahlen. Sie schloss am 12. Februar bei 89,73 Dollar, ein Plus von 1,26 Prozent. Im Tagesverlauf bewegte sich der Kurs zwischen 79,69 und 90,74 Dollar. Die aggressive Expansion bei gleichzeitig steigenden Verlusten dürfte die Anleger weiter beschäftigen – zumal die Kapitalausgaben auch 2026 hoch bleiben dürften.
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