In Alabama rücken die Bagger für ein neues Milliardenprojekt an. Eine juristische Entscheidung der Stadt Birmingham macht den Weg frei für die geplante 300-Megawatt-Anlage von Nebius. Der Bau der riesigen KI-Fabrik fällt in eine Phase extremen Wachstums für den Cloud-Anbieter.
Juristischer Etappensieg im Süden der USA
Monatelange Debatten um das Projekt im Oxmoor Valley sind vom Tisch. Die städtische Chefjuristin Nicole King stufte die geplanten Umspann- und Schaltanlagen nicht als klassische Versorgungsstationen ein. Damit entfallen aufwendige Sondergenehmigungen. Nebius kann die nächste Entwicklungsphase für das riesige Areal einleiten.
Das Unternehmen hatte das rund 80 Hektar große Gelände zuvor für 90 Millionen US-Dollar erworben. Hier entsteht nun eine hochverdichtete Infrastruktur für Hyperscaler. Zwar demonstrieren Anwohner heute vor dem Rathaus für strengere Auflagen. Die aktuelle Rechtslage erlaubt dem Konzern allerdings den zügigen Ausbau.
Neue Plattform und milliardenschwere Aufträge
Der physische Ausbau in den USA flankiert die technologische Aufrüstung. Ende März startete Nebius das Plattform-Update „Aether“. Entwickler können KI-Modelle nun serverlos trainieren, ohne Cluster manuell konfigurieren zu müssen. Parallel dazu integrierte der Anbieter Nvidias neue Blackwell-Architektur in seine Rechenzentren.
Diese Rechenpower zieht Tech-Giganten an. Kürzlich sicherte sich Nebius einen Vertrag mit Meta über 27 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommt eine Vereinbarung mit Microsoft im Wert von knapp 19 Milliarden US-Dollar.
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Wall Street reagiert mit höheren Kurszielen
Die Dimension dieser Abschlüsse zwingt Analysten zur Neubewertung. Goldman Sachs hob das Kursziel nach dem Meta-Deal massiv auf 205 US-Dollar an. Die Experten begründen dies mit einer völlig neuen Umsatzdynamik für die Jahre bis 2030.
Auch die Bank of America reagierte. Analyst Tal Liani bestätigte seine Kaufempfehlung und sieht die Aktie nun bei 175 US-Dollar. Im heutigen Handel markierte das Papier bereits ein Tageshoch von gut 149 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung kletterte damit auf über 36 Milliarden US-Dollar.
Am morgigen Mittwoch legt Nebius vor US-Börseneröffnung die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Bericht liefert erste Erkenntnisse darüber, wie stark die Investitionen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr die Bilanzen belasten. Der rasante Bau von neun neuen Rechenzentren in den USA und Europa drückt auf die kurzfristigen Margen. Das Management muss nun belegen, dass der Weg zum anvisierten wiederkehrenden Jahresumsatz von rund acht Milliarden US-Dollar im Plan liegt.
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