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Symbolbild, KI-generiert

Nebius Aktie: 643 Millionen für Eigen AI

Nebius verzeichnet explosive Umsatzsteigerung und operativen Gewinn. Der anstehende Nasdaq-100-Aufstieg sorgt für zusätzlichen Kaufdruck.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzsprung um 684 Prozent
  • Operative Wende zum Gewinn
  • Aufnahme in den Nasdaq-100
  • Milliardenschwere Investitionen geplant

Nebius erlebt an der Börse einen massiven Lauf. Am Montag springt das Papier um gut acht Prozent auf 216,75 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf beachtliche 183 Prozent. Hinter dieser Rallye stecken handfeste fundamentale Daten und ein bevorstehender Index-Aufstieg.

Explosives Wachstum im Kerngeschäft

Ein Blick auf das abgelaufene Quartal erklärt den Optimismus. Der Umsatz schoss im Jahresvergleich um 684 Prozent auf 399 Millionen US-Dollar nach oben. Damit übertraf der Konzern die Markterwartungen deutlich. Auch beim operativen Ergebnis gelang die Wende. Nach einem Vorjahresverlust verbuchte Nebius nun einen Gewinn von knapp 130 Millionen Dollar.

Das Management hält an der Umsatzprognose für das Gesamtjahr fest. Parallel dazu schraubt Nebius die Investitionen drastisch nach oben. Die Ausgaben für neue Kapazitäten sollen auf bis zu 25 Milliarden Dollar steigen. Das Ziel: Die enorme Kundennachfrage für 2027 absichern.

Zukäufe stärken die Software-Basis

Nebius baut nicht nur Rechenzentren. Der Konzern kauft gezielt Technologie ein. Für 643 Millionen Dollar übernimmt das Unternehmen den KI-Spezialisten Eigen AI. Das ist ein strategisch wichtiger Schritt. Die Kalifornier optimieren KI-Modelle für den laufenden Betrieb. Dieser Bereich wächst aktuell am schnellsten im gesamten Sektor.

Bereits im Februar sicherte sich Nebius die Suchplattform Tavily. Der Kaufpreis lag bei 275 Millionen Dollar. Durch diese Zukäufe wandelt sich der Konzern vom reinen Hardware-Anbieter zur umfassenden KI-Plattform. Entwickler finden hier künftig alle nötigen Werkzeuge unter einem Dach.

Roboter-Offensive und Kaufdruck

Ein weiteres Standbein entsteht in der Robotik. Mit dem „Physical AI Living Lab“ startet Nebius ein Förderprogramm für europäische Start-ups. Die jungen Firmen erhalten Zugriff auf teure Nvidia-Chips und Cloud-Infrastruktur. So können sie ihre Simulationen schneller in die reale Welt übertragen.

Kurzfristig treibt ein struktureller Faktor den Kurs. Nebius rückt in den Nasdaq-100 auf. Die Folge: Passive Indexfonds müssen die Aktie in den kommenden zwei Wochen zwingend kaufen. Dieser automatische Kaufdruck stützt den Kurs massiv.

Die operative Entwicklung untermauert die aktuelle Bewertung. Mit dem Ausbau auf 16 globale Standorte schafft Nebius die physische Basis für weiteres Wachstum. Solange die teuren Investitionen in neue Rechenzentren die versprochenen Renditen liefern, bleibt die Aufwärtsdynamik intakt.

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