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Nebius Aktie: 50 Milliarden Aufträge gegen 20 Milliarden Ausgaben

Nebius Group legt Quartalszahlen vor: Analysten erwarten massiven Umsatzsprung auf bis zu 374 Millionen Dollar bei gleichzeitig steigenden Verlusten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzsprung auf 374 Millionen Dollar erwartet
  • Auftragsbuch von 50 Milliarden Dollar
  • Investitionen bis zu 20 Milliarden Dollar
  • Aktie nahe Allzeithoch bewertet

Ein Auftragsbuch von 50 Milliarden US-Dollar steht Investitionsplänen von bis zu 20 Milliarden gegenüber. Wenn die Nebius Group am Mittwoch ihre Quartalszahlen vorlegt, prallen gigantische Wachstumsfantasien auf die harte Realität des KI-Infrastrukturaufbaus. Die Aktie handelt nach einem massiven Jahresplus nahe ihrem Allzeithoch. Enttäuschungen verzeiht dieses Bewertungsniveau nicht.

Analysten erwarten für das Auftaktquartal einen massiven Umsatzsprung. Schätzungen gehen von bis zu 374 Millionen US-Dollar aus, nach rund 55 Millionen im Vorjahreszeitraum. Parallel dazu dürften sich die Verluste ausweiten. Der Konsens rechnet mit einem Minus von etwa 80 US-Cent je Aktie.

Milliarden-Deals treiben den Ausbau

Das rasante Wachstum basiert auf langfristigen Vereinbarungen mit den Tech-Giganten. Meta Platforms steuert 27 Milliarden US-Dollar zum Auftragsbestand bei, Microsoft bindet sich mit bis zu 19,4 Milliarden. Hinzu kommt ein strategisches Investment von Nvidia in Milliardenhöhe.

Um diese Kapazitäten bereitzustellen, nimmt das Management enorm viel Geld in die Hand. Im laufenden Jahr fließen voraussichtlich 16 bis 20 Milliarden US-Dollar in neue Rechenzentren und Grafikprozessoren. Eine kürzlich abgeschlossene Wandelanleihe über 4,3 Milliarden US-Dollar sichert einen Teil der Finanzierung.

Solche massiven Ausgaben belasten die Bilanz. Das Management rechnet für das Gesamtjahr mit einem negativen operativen Ergebnis, da der Kauf teurer Hardware und der Kapazitätsausbau Vorrang haben.

Derweil wächst die globale Präsenz in beispiellosem Tempo. Ende 2024 betrieb Nebius lediglich zwei Rechenzentren. Bis Ende dieses Jahres soll die Zahl der Standorte auf 16 anwachsen. Die Anlagen verteilen sich über die USA, Europa und Israel.

Auch der Energiebedarf illustriert die Dimensionen. Das Unternehmen hat sich für das laufende Jahr vertraglich bereits mehr als drei Gigawatt Leistung gesichert. Bis zum Jahreswechsel sollen bis zu 1.000 Megawatt ans Netz gehen.

Hohe Erwartungen an die Jahresziele

Der Markt preist dieses Szenario bereits aggressiv ein. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von fast zehn ist das Papier deutlich teurer als der Branchendurchschnitt. Analysten von Zacks raten angesichts der sportlichen Bewertung und der harten Konkurrenz durch Rivalen wie CoreWeave vorerst zum Halten der Aktie.

Am Mittwochmorgen müssen die Zahlen den Optimismus untermauern. Investoren achten dabei besonders auf die Integration der kürzlich übernommenen Eigen AI. Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung der jährlich wiederkehrenden Umsätze. Das Management peilt bis Jahresende einen Wert zwischen sieben und neun Milliarden US-Dollar an. Verfehlt der Ausblick diese Spanne, droht ein abrupter Kurswechsel.

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Diskussion zu Nebius

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.