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Symbolbild, KI-generiert

Navitas: Bis zu 10 Millionen neue Aktien bis Oktober 2026

Navitas Semiconductor gibt über drei Millionen neue Aktien aus. Weitere Papiere könnten folgen. Insiderverkäufe und Kursverlust belasten die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Über drei Millionen neue Aktien platziert
  • Weitere zehn Millionen Anteile möglich
  • Insider verkaufen, keine Käufe
  • Technologie für KI-Rechenzentren gefragt

Der Chip-Entwickler Navitas Semiconductor rückt ins Visier der Anleger. Ein neuer Aktienausgabeschub sorgt für Unruhe. Über drei Millionen neue Anteile sind bereits platziert – und es könnten noch deutlich mehr werden.

Aktuell notiert die Aktie bei 21,20 Euro. Das sind knapp drei Prozent mehr als vor einer Woche. Doch der Blick geht nach unten: Vom Rekordhoch bei 29,20 Euro Ende Mai trennen den Kurs über 27 Prozent.

Was steckt hinter dem Schritt?

Die Aktienflut kommt nicht überraschend. Navitas erfüllt damit alte Verpflichtungen aus einem Geschäftsabkommen aus dem Jahr 2021. Fast 3,28 Millionen Aktien gingen jetzt an frühere Anteilseigner und Mitarbeiter. Eine Tranche von rund 3,28 Millionen Stück fällt unter „Triggering Event II“, gut 6.400 Aktien unter die beiden vorherigen Hürden.

Insgesamt sind so bereits 6,56 Millionen Aktien ausgegeben. Und das Ende ist offen: Bis Oktober 2026 könnten bis zu zehn Millionen weitere Anteile folgen. Voraussetzung: Der Aktienkurs erreicht bestimmte Ziele.

Parallel dazu läuft ein laufendes Aktienprogramm („at-the-market“). Es erlaubt Navitas, jederzeit weitere Papiere zu verkaufen. Eine zweite Verwässerungsquelle.

Insider verkaufen – niemand kauft

Ein weiteres Signal beunruhigt Aktionäre: Insider verkaufen ihre Aktien. Kaufende Insider? Fehlanzeige. Hinzu kommt der mix aus neuen Aktien und Verkäufen. Das belastet das Vertrauen.

Trotz aller Sorgen: Das Geschäft läuft. Navitas setzt auf Leistungshalbleiter aus Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC). Genau diese Technik ist für KI-Rechenzentren heiß begehrt.

Erst Anfang Juni gab Navitas eine Zusammenarbeit mit Nvidia bekannt. Gemeinsam arbeiten die Firmen an der Stromversorgung für KI-Infrastruktur mit 800 Volt Gleichspannung. Eine neue Bauform mit 16 GaNFast-Transistoren soll 97,5 Prozent Wirkungsgrad erreichen – bei einer Taktfrequenz von einem Megahertz. Die Leistungsdichte: 2.100 Watt pro Kubikzoll.

Obendrein brachte Navitas im Juni ein neues Gehäuse für SiC-MOSFETs auf den Markt. Es erlaubt eine direkte Kühlung und steigert Effizienz und Zuverlässigkeit.

Die Technik stimmt. Das Problem bleibt die Aktienverwässerung. Und die Frage, wie viele Papiere bis Oktober wirklich noch auf den Markt kommen. Bis dahin sind weitere 3,44 Millionen Aktien möglich – falls der Kurs die Hürden nimmt.

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