Nasdaq setzt auf eine massive Erweiterung seines Datenangebots, um den jüngsten Abwärtstrend der eigenen Aktie zu stoppen. Mit der Einführung neuer Benchmarks für den Sektor der Private Markets greift das Unternehmen einen Billionen-Markt an, während Analysten ihre Preisprognosen nach den deutlichen Kursverlusten der letzten Wochen nach unten korrigieren. Kann die verstärkte Ausrichtung auf das Index-Geschäft die Stimmung der Anleger nachhaltig drehen?
Die wichtigsten Eckpunkte:
* Aktueller Kurs: ca. 78,40 USD
* Jahresperformance (YTD): -19,8 %
* Neues Kursziel (Argus): 98 USD (zuvor 105 USD)
* Strategischer Launch: Nasdaq Private Capital Indexes (Abdeckung: 11,4 Bio. USD AUM)
Transparenz-Offensive für den außerbörslichen Markt
Mit dem Start der „Nasdaq Private Capital Indexes“ zielt das Unternehmen auf ein Marktsegment ab, das bisher als fragmentiert und intransparent galt. Die neue Index-Familie nutzt Daten der Plattform Nasdaq eVestment und bildet die Performance von über 14.000 institutionellen Fonds ab. Mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 11,4 Billionen US-Dollar decken die Benchmarks Bereiche wie Private Equity, Venture Capital, Private Debt und Immobilien ab.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als direkten Angriff auf etablierte Datenanbieter. Ziel ist es, von der steigenden Nachfrage nach institutionellen Benchmarks für alternative Anlagen zu profitieren und die wiederkehrenden Umsätze weiter zu steigern.
Analysten passen Erwartungen an
Trotz der operativen Expansion steht die Aktie unter Druck. Gestern reagierte das Analysehaus Argus auf die Kursentwicklung und senkte das Kursziel von 105 USD auf 98 USD. Die Experten halten jedoch an ihrer Einstufung „Buy“ fest.
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Die technische Lage bleibt vorerst angespannt. Die Aktie notiert derzeit deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten der letzten 20 und 100 Tage. Ein Lichtblick für Optimisten: Technische Indikatoren wie der Relative-Stärke-Index (RSI) deuten mittlerweile auf eine überverkaufte Marktsituation hin, was den Verkaufsdruck kurzfristig bremsen könnte.
Diskrepanz zwischen Wachstum und Bewertung
Die aktuelle Kursschwäche steht im Kontrast zu den zuletzt gemeldeten Geschäftszahlen. Ende Januar präsentierte Nasdaq für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von 13 % auf 1,4 Milliarden USD. Besonders die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR), ein wichtiger Gradmesser für die Stabilität des Geschäftsmodells, legten um 10 % zu. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch die Sparten Fintech und Index.
Anleger richten ihren Fokus nun auf den 23. April 2026. An diesem Tag wird Nasdaq die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Diese werden zeigen, inwieweit die neuen Private-Market-Indizes bereits zur Wachstumsdynamik im Index-Segment beitragen können.
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