Der Nasdaq 100 schloss Donnerstag mit einem minimalen Plus von 0,11 Prozent — doch hinter dieser ruhigen Oberfläche verbirgt sich eine turbulente Sitzung. Rohölpreise auf Mehrjahreshoch, ein zwischenzeitlicher Einbruch von über zwei Prozent und eine späte Erholung dank diplomatischer Signale aus dem Iran: Der Markt steckt mitten in einem komplexen Spannungsfeld aus Geopolitik, Inflation und Geldpolitik.
Eine Session mit zwei Gesichtern
Donnerstag begann mit heftigen Verlusten. Der Nasdaq 100 fiel zeitweise auf ein Intraday-Tief von 23.512 Punkten, nachdem Trumps Rede vom Mittwochabend — mit Ankündigungen weiterer Militäraktionen — den WTI-Ölpreis um über elf Prozent auf 111,54 Dollar je Barrel katapultiert hatte. Steigende Energiekosten treffen Fluggesellschaften und Kreuzfahrtanbieter direkt, aber auch Amazon reagierte bereits: Der Konzern führte einen Treibstoffzuschlag für Drittanbieter ein, die seinen Versanddienst nutzen.
Die Wende kam, als iranische Staatsmedien meldeten, das Land arbeite mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Der Index drehte ins Plus und schloss bei 24.046 Punkten — auf Wochensicht steht ein Gewinn von 4,4 Prozent.
Innerhalb des Index gab es deutliche Unterschiede. Nvidia zeigte relative Stärke und zog Käufer an. Tesla hingegen rutschte 5,5 Prozent ab, nachdem die Auslieferungszahlen für das erste Quartal die Erwartungen verfehlten. Globalstar sprang 13 Prozent nach oben, ausgelöst durch Berichte über ein mögliches Übernahmeinteresse von Amazon.
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Starke Jobs, geschlossene Märkte — und Montag als Stresstest
Der Karfreitag brachte eine weitere Komplikation: Die US-Arbeitsmarktdaten für März wurden um 8:30 Uhr veröffentlicht — in einen geschlossenen Markt hinein. Mit 178.000 neu geschaffenen Stellen übertrafen die Zahlen die Konsensprognose von 59.000 deutlich. Anleihen reagierten bereits: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um drei Basispunkte auf 4,35 Prozent.
Für die Geldpolitik ändert sich damit wenig. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bis Jahresende bei nur 22,5 Prozent — die Fed dürfte angesichts anhaltend hoher Inflation und steigender Energiepreise stillhalten.
Zum Wochenstart am Montag treffen also mehrere Faktoren gleichzeitig aufeinander: der unverarbeitete Jobs-Bericht, mögliche neue Entwicklungen an der Energiefront und dünne Liquidität durch den britischen Feiertag. Die Marke von 24.000 Punkten im Nasdaq 100 gilt als unmittelbare Orientierungsmarke — fällt sie bei der Eröffnung um 15:30 Uhr MEZ, dürfte das weitere Verkäufe auslösen. Am Donnerstag stehen zudem der PCE-Preisindex für Februar sowie Quartalszahlen von Delta Air Lines an.
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