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Symbolbild, KI-generiert

NASDAQ 100: Öl und Zinsen bremsen Rekordlauf

Höhere US-Anleiherenditen und teureres Öl belasten den Technologieindex; die Chartanalyse zeigt mögliche Konsolidierungsmarken und Erholungsszenarien.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 30-jährige US-Rendite auf höchstem Stand seit 2004
  • Zwei weitere Zinsschritte werden eingepreist
  • Meta verliert rund 1,7 Prozent
  • Nasdaq 100 erholte sich auf 30.770 Punkte

Erst ein neues Rekordhoch, dann der Rückzug: Der Nasdaq 100 zeigt diese Woche, wie schnell Anleihemärkte und Ölpreis die Stimmung an der Technologiebörse drehen können. Nach dem Hoch vom Dienstag deutete sich zur Wochenmitte ein Rückgang von rund einem Prozent an.

Anleiherenditen als Belastung

Der Auslöser liegt nicht im Technologiesektor selbst, sondern am Anleihemarkt. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterte auf den höchsten Stand seit 2004. Parallel dazu bewegte sich die Rendite zehnjähriger Papiere nahe der Marke von 5,11 Prozent, nachdem überraschend starke Einkaufsmanagerindizes und eine schwache Nachfrage bei einer Anleiheauktion die Verkaufswelle verschärft hatten.

Hinter dem Renditeanstieg steckt die Erwartung weiterer Zinsschritte der Federal Reserve. Der Markt preist für die kommenden drei Sitzungen mittlerweile zwei zusätzliche Zinsanhebungen ein. Steigende Ölpreise befeuern zusätzlich die Inflationssorgen — ein iranischer Vertreter warnte vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten, während die US-Regierung einen Diesel-Exportstopp erwägt.

Innerhalb der „Glorreichen Sieben“ zeigt sich die Reaktion uneinheitlich. Apple hielt sich vorbörslich relativ robust, während Meta nach der jüngsten Rally rund um den KI-Agenten Muse etwa 1,7 Prozent von seinem Jahreshoch zurückkam. In der Breite gaben Chipwerte an der Nasdaq weiter nach.

Charttechnik zeigt zwei Szenarien

Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild trotz der jüngsten Schwäche differenziert. Seit dem Korrekturtief vom 29. Juli bei 27.176 Punkten hat der Index eine deutliche Erholung bis auf 30.770 Punkte vollzogen — eine zuvor befürchtete Korrektur in Richtung 26.182 Punkte blieb aus, was für relative Stärke spricht.

Ein nachhaltiger Anstieg über 30.770 Punkte könnte den Bereich um 32.970 Punkte in den Fokus rücken. Kurzfristig gelten 30.163 und 29.902 Punkte als mögliche Zwischenziele einer Konsolidierung. Erst unterhalb von 28.875 Punkten würde sich das technische Bild spürbar eintrüben, mit Rückfallpotenzial in Richtung der alten Marke bei 26.182 Punkten.

Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob der Index die Konsolidierung am bisherigen Junihoch abschließt und einen erneuten Vorstoß auf Rekordniveau wagt — oder ob der Renditedruck am Anleihemarkt die Oberhand behält.

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Diskussion zu NASDAQ 100

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.