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Symbolbild, KI-generiert

NASDAQ 100: Futures erholen sich nach Ausverkauf

Anziehende Futures treffen auf Zweifel an kreditfinanzierten KI-Ausgaben und anstehenden Konzernberichten zu Investitionen und Erträgen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • NASDAQ-100-Futures zeigen eine Gegenbewegung
  • CoreWeaves Schulden belasten die Stimmung
  • US-Inflation lag im September über Erwartungen
  • Fünf Konzerne legen Mittwoch Quartalszahlen vor

Der NASDAQ 100 verlor am Freitag im Sog von Finanzierungsängsten rund um die KI-Infrastruktur 2,2%. Heute zeigen die Terminkontrakte eine Gegenbewegung. Nach dem Ausverkauf bei Chipwerten richtet sich der Blick auf die anstehenden Quartalsberichte großer Konzerne. Sie werden zum nächsten Prüfstein dafür, wie belastbar das Vertrauen in die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz ist.

Terminkontrakte signalisieren Erholung

Bloomberg berichtet heute über eine Erholung der Nasdaq-100-Futures nach den Verlusten der Vorwoche. Damit zeichnet sich zunächst eine Stabilisierung ab. Die Bewegung betrifft allerdings die Terminkontrakte und ist noch kein Ergebnis des regulären Aktienhandels.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die Frage, ob die Ausgaben für KI-Infrastruktur rechtzeitig ausreichende Erträge liefern. Die anstehenden Geschäftszahlen könnten dafür neue Anhaltspunkte geben. Eine Erholung der Futures allein beantwortet diese wirtschaftliche Frage nicht.

Schulden rücken stärker in den Fokus

Reuters berichtete am Freitag, dass die Schuldenlast des von Nvidia unterstützten Unternehmens CoreWeave die Sorgen am Markt verschärfte. Zugleich gerieten dessen Anleihen deutlich unter Druck. Anleger zweifelten daran, ob hoch verschuldete Anbieter schnell genug Renditen erwirtschaften können, um ihre Kreditverpflichtungen zu bedienen.

Der Verkaufsdruck erfasste sowohl Chipaktien als auch Unternehmen aus dem Bereich KI-Infrastruktur. Damit stand nicht allein die Aussicht auf weiteres Wachstum zur Debatte. Ebenso wichtig wurde die Finanzierung der dafür notwendigen Investitionen. Höhere Ölpreise belasteten das Marktumfeld zusätzlich.

Auch die am Mittwoch veröffentlichten Inflationsdaten erschwerten die Lage für Technologiewerte. Die jährliche US-Teuerung stieg im September auf 3,7%, die Kernrate auf 2,6%. Beide Werte übertrafen die Erwartungen und ließen Befürchtungen über mögliche Zinserhöhungen wieder aufleben.

Geschäftszahlen müssen Vertrauen rechtfertigen

Für Mittwoch nach US-Börsenschluss sind die Quartalsergebnisse von Meta Platforms, Tesla, IBM, Lam Research und Texas Instruments angekündigt. Dabei stehen die Ausgaben für künstliche Intelligenz und die daraus erzielten Erträge im Fokus.

Für den NASDAQ 100 treffen somit zwei Belastungen aufeinander: Zweifel an der Rentabilität kreditfinanzierter KI-Investitionen und neue Zinssorgen. Die heute anziehenden Futures setzen einen Gegenakzent zum Ausverkauf. Ob daraus mehr wird, hängt nun auch davon ab, welche Antworten die Unternehmen auf die Frage nach Ausgaben und Erträgen geben.

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