Die US-Notenbank Federal Reserve hat gestern erstmals seit Juli 2023 ihren Leitzins wieder angehoben. Der Zinskorridor steigt um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Der Technologiesektor zeigt sich angesichts dieser geldpolitischen Straffung zwar widerstandsfähig, sieht sich jedoch mit steigenden Refinanzierungskosten und anstehenden Indexanpassungen konfrontiert.
Renditen der Staatsanleihen überschreiten Schlüsselmarke
Zudem deuten die Zinsprojektionen der Währungshüter darauf hin, dass im laufenden Jahr ein weiterer Zinsschritt folgen könnte.
Die Reaktion an den Anleihemärkten ließ nicht auf sich warten. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg über die Marke von 5,0 Prozent und markierte damit ein Niveau, das zuletzt 2007 verzeichnet worden war.
Für den technologielastigen Auswahlindex bedeutet dieses Zinsumfeld Gegenwind, da zukünftige Gewinne wachstumsstarker Unternehmen bei höheren Diskontierungssätzen an der Börse vorsichtiger bewertet werden.
Nach dem Zinsentscheid ging der Index gestern bei 28.945,06 Punkten aus dem Handel, was einem leichten Tagesverlust von 0,1 Prozent entspricht. Auf Jahressicht behauptet das Börsenbarometer dennoch ein Plus von 15 Prozent.
Rebalancing bringt Bewegung in die Indexstruktur
Neben den Zinsaussichten rückt das anstehende Quartals-Rebalancing in den Fokus, das zum 21. September wirksam wird. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Raumfahrtunternehmen SpaceX, dessen Aktie nach ihrem Börsengang im Juni gegen den Markttrend zulegen konnte.
Solche Umschichtungen zwingen Indexfonds dazu, Bestände anderer Indexkomponenten anzupassen, um die veränderten Proportionen exakt nachzubilden.
Gleichzeitig verzeichneten Halbleiterwerte punktuelle Unterstützung, was den Titeln im gestrigen Handel Auftrieb verlieh.
Bis zum Jahresende müssen Marktteilnehmer nun beobachten, wie gut die großen Plattformkonzerne das Zusammenspiel aus restriktiverer Geldpolitik und anstehenden Portfoliobereinigungen verkraften.
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