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Symbolbild, KI-generiert

Nasdaq 100: Chips gegen Inflation

Der technologielastige Nasdaq 100 schloss trotz starker Inflationsdaten im Plus, gestützt von einer Rally bei Chip- und KI-Werten. Der Blick richtet sich nun auf die anstehende Bankensaison.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Anstieg der Großhandelspreise belastet Märkte
  • Halbleiter- und KI-Aktien verzeichnen kräftige Zuwächse
  • Philadelphia Semiconductor Index erreicht Rekordhoch
  • Berichtssaison der Banken startet in der kommenden Woche

Halbleiter gegen hartnäckige Preisauftriebe — der Nasdaq 100 hat diesen Freitag genau diesen Konflikt ausgetragen. Während der S&P 500 und der Dow Jones ins Minus abglitten, hielt sich der technologielastige Index mit einem kleinen Plus und schloss bei 25.116 Punkten. Der Grund: Chipwerte und KI-Aktien zogen kräftig an und kompensierten den Druck, den neue Inflationsdaten auf den Markt ausübten.

Halbleiter als Stütze

Der Auslöser für die frühe Volatilität war der Erzeugerpreisindex (PPI) für März. Die Großhandelspreise stiegen um 0,7 Prozent — das stärkste Tempo seit fast vier Jahren. Energiepreise und Zolleffekte trieben den Anstieg, was zunächst die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben drückte und wachstumsorientierte Aktien belastete.

Die Erholung kam aus dem Halbleitersektor. Broadcom legte 4,4 Prozent zu, getragen von Optimismus rund um KI-Netzwerkinfrastruktur. Nvidia stieg um 1,8 Prozent, nachdem vorgelagerte Fertigungspartner starke Ausblicke geliefert hatten. CoreWeave sprang sogar um 6,8 Prozent, nachdem das Unternehmen einen mehrjährigen Infrastrukturvertrag mit Anthropic bekanntgegeben hatte. Der Philadelphia Semiconductor Index markierte ein Rekordhoch bei 8.926 Punkten.

Amazon und Meta legten ebenfalls rund 2 Prozent zu. Auf der anderen Seite belasteten Goldman Sachs und Travelers den Gesamtmarkt, da Anleger Kapital aus dem Finanzsektor abzogen — kurz vor dem Start der Bankensaison in der kommenden Woche.

Technisch auf Kurs, aber mit Hürden

Der Nasdaq 100 hat sich seit dem Test der Unterstützung bei rund 22.780 Punkten Ende März deutlich erholt und dabei sowohl den 50- als auch den 200-Tage-Durchschnitt zurückerobert. Der RSI liegt bei 57, was auf eine weiterhin positive Dynamik hindeutet.

Der nächste Widerstand liegt bei 25.440 Punkten — dem Februarhoch. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Weg zum Allzeithoch bei 26.220 Punkten freimachen. Als kritische Unterstützung für die kommende Woche gilt die Zone um 24.350 Punkte.

Bankensaison und Fed-Signale im Blick

Ab Montag, dem 13. April, rückt die Berichtssaison in den Vordergrund. Goldman Sachs eröffnet am Montag, gefolgt von JPMorgan Chase, Citigroup, BlackRock und Johnson & Johnson am Dienstag sowie ASML und Morgan Stanley am Mittwoch. Parallel dazu sprechen Fed-Vertreter Barr, Williams und Collins — ihre Aussagen zur Zinspolitik dürften den Ton für die Woche setzen. Hinzu kommen die Frühjahrstagungen von Weltbank und IWF in Washington, die bei unerwarteten Aussagen zu Handel und Zöllen für zusätzliche Bewegung sorgen könnten.

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