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Symbolbild, KI-generiert

NASDAQ 100: Chip-Ausverkauf belastet Index

Schwache Halbleiterwerte drücken den NASDAQ 100 deutlich ins Minus. Defensive Aktien profitieren von der Rotation.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • NASDAQ 100 verliert 1,6 Prozent
  • Samsung enttäuscht trotz Gewinnplus
  • Intel und Micron mit starken Verlusten
  • Defensive Werte legen zu

Die Talfahrt an der Tech-Börse beschleunigt sich. Der NASDAQ 100 verlor am Dienstag zeitweise 1,6 Prozent und fiel auf 29.237 Punkte. Das entspricht einem Minus von fast 475 Punkten. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 30.762 Punkten Anfang Juni fehlen inzwischen knapp fünf Prozent.

Auslöser des Ausverkaufs war Samsung Electronics. Der südkoreanische Chip-Konzern legte zwar steigende Gewinne vor, verfehlte aber die hohen Erwartungen vieler Analysten. Samsung-Aktien brachen daraufhin ein, die gesamte Halbleiter-Branche geriet unter Druck. Intel verlor 8,5 Prozent, Micron Technology mehr als fünf Prozent.

Das belastete auch neue NASDAQ-Mitglieder. SpaceX startete am ersten Handelstag im Index mit einem Minus von 5,2 Prozent – obwohl Indexfonds Milliarden an frischem Kapital in die Aktie steckten. Dazu kam eine negative Meldung: Der chinesische KI-Konzern DeepSeek kündigte an, einen eigenen Chip zu entwickeln.

Defensive Werte laufen gegen den Trend

Der breite Ausverkauf verdeckt eine auffällige Gegenbewegung. Während Tech-Titel unter Druck stehen, steigen defensive Aktien. Cloudflare legte 7,7 Prozent zu, Viking Therapeutics 7,2 Prozent. Auch ADP und Kraft Heinz notierten im Plus.

Die Folge: Im S&P 500 fielen mehr Aktien, als stiegen. Die Verluste sind extrem konzentriert auf die Tech-Schwergewichte. Branchen wie Gesundheitswesen, Immobilien und Versorger zogen dagegen an. Eine klassische defensiv-Rotation.

Die Kursschwäche zeigt sich auch in den technischen Kennzahlen. Der RSI für den NASDAQ 100 liegt bei 46,6 – neutral, aber mit fallender Tendenz. Der Index notiert zudem unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 29.648 Punkten. Das nächste Unterstützungsniveau liegt bei 29.100 Punkten. Rutscht der Index darunter, ist der Weg bis 28.100 Punkte frei.

Fed-Sitzung im Fokus

Ein zweiter Unsicherheitsfaktor ist die US-Notenbank. Die Fed hält den Leitzins aktuell zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Nächste Woche entscheidet der Offenmarktausschuss erneut. Die Märkte sind zerrissen: Manche Analysten erwarten eine Zinserhöhung wegen der hartnäckigen Inflation, andere spekulieren auf erste Zinssenkungen wegen der konjunkturellen Abkühlung.

Die Anleihenmärkte reagierten bereits. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,53 Prozent. Der Dollar-Index legte ebenfalls zu. Öl erholte sich hingegen leicht – WTI notiert bei 69 Dollar je Barrel – getrieben von geopolitischen Spannungen. Gold gab um 0,5 Prozent nach.

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