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Nasdaq 100: Angst vor Eskalation

Ein US-Ultimatum an den Iran treibt die Ölpreise und belastet den Tech-Sektor. Die Fed signalisiert eine restriktivere Geldpolitik, was zu einem Kursrutsch am Nasdaq 100 führt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ölpreisschock durch drohende Straße-von-Hormus-Sperre
  • Fed erwartet nur noch eine Zinssenkung für 2026
  • Nasdaq 100 fällt unter wichtige 200-Tage-Linie
  • Einzelne Gewinner trotz allgemeiner Marktnervosität

Ein ablaufendes Ultimatum der US-Regierung an den Iran hält die Wall Street in Atem. Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten in die vierte Woche gehen, treibt die Sorge vor einer Sperrung der Straße von Hormus die Ölpreise massiv in die Höhe. Für den ohnehin zinssensiblen Tech-Sektor braut sich damit ein gefährlicher Mix aus Inflationsängsten und einer restriktiveren Notenbankpolitik zusammen.

Toxischer Mix aus Öl und Zinsen

Der dominierende Faktor für den aktuellen Kursrutsch ist die Geopolitik. Präsident Trump drohte mit Angriffen auf iranische Kraftwerke, sollte die für den globalen Energiehandel essenzielle Wasserstraße nicht umgehend wieder geöffnet werden. Die Frist hierfür läuft am heutigen Montag ab. Als direkte Folge dieser Unsicherheit kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent auf über 112 US-Dollar pro Barrel.

Diese rasante Energieverteuerung zwingt die US-Notenbank zu einem harten Kurs. Die Fed signalisiert für das Jahr 2026 nur noch eine einzige Zinssenkung, da die Inflation durch den Ölpreisschock hartnäckig hoch bleibt. Höhere Zinsen belasten traditionell die hoch bewerteten Technologieunternehmen im Index, da sie zukünftige Gewinne abwerten und die Finanzierungskosten in die Höhe treiben. Erste Analysten warnen bereits vor einem Stagflations-Szenario, also einer Kombination aus schwachem Wachstum und hoher Inflation.

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Tech-Schwergewichte geben nach

Die Nervosität der Anleger spiegelt sich im Volatilitätsindex VIX wider, der am Freitag um elf Prozent nach oben schoss. Besonders Schwergewichte wie Nvidia zogen den Index zuletzt deutlich ins Minus. Aus charttechnischer Sicht hat der technologielastige Auswahlindex mit dem Schlusskurs unter der 200-Tage-Linie ein wichtiges Warnsignal gesendet – ein klares Zeichen für einen intakten Abwärtstrend.

Vereinzelt gibt es an diesem trüben Handelstag jedoch auch Ausreißer nach oben. Die Aktien von Micron Technology legten nach der Ankündigung einer neuen Chipfabrik in Taiwan um mehr als fünf Prozent zu. Auch der Stablecoin-Betreiber Circle profitierte von der Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen, da diese die Zinseinnahmen aus den Währungsreserven des Unternehmens steigern.

Blick auf die kritische Marke

Aus technischer Sicht rückt nun die Unterstützung bei 23.800 Punkten in den Fokus. Fällt dieses Niveau, beschleunigt sich der Abverkauf in Richtung der bisherigen Korrekturtiefs voraussichtlich weiter. Die Richtung für den Rest der Woche wird fast ausschließlich davon diktiert, ob das Ultimatum am heutigen Montagabend in eine militärische Auseinandersetzung mündet oder der Ölfluss durch die Straße von Hormus wiederhergestellt wird.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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