Ein ablaufendes Ultimatum der US-Regierung an den Iran hält die Wall Street in Atem. Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten in die vierte Woche gehen, treibt die Sorge vor einer Sperrung der Straße von Hormus die Ölpreise massiv in die Höhe. Für den ohnehin zinssensiblen Tech-Sektor braut sich damit ein gefährlicher Mix aus Inflationsängsten und einer restriktiveren Notenbankpolitik zusammen.
Toxischer Mix aus Öl und Zinsen
Der dominierende Faktor für den aktuellen Kursrutsch ist die Geopolitik. Präsident Trump drohte mit Angriffen auf iranische Kraftwerke, sollte die für den globalen Energiehandel essenzielle Wasserstraße nicht umgehend wieder geöffnet werden. Die Frist hierfür läuft am heutigen Montag ab. Als direkte Folge dieser Unsicherheit kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent auf über 112 US-Dollar pro Barrel.
Diese rasante Energieverteuerung zwingt die US-Notenbank zu einem harten Kurs. Die Fed signalisiert für das Jahr 2026 nur noch eine einzige Zinssenkung, da die Inflation durch den Ölpreisschock hartnäckig hoch bleibt. Höhere Zinsen belasten traditionell die hoch bewerteten Technologieunternehmen im Index, da sie zukünftige Gewinne abwerten und die Finanzierungskosten in die Höhe treiben. Erste Analysten warnen bereits vor einem Stagflations-Szenario, also einer Kombination aus schwachem Wachstum und hoher Inflation.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei NASDAQ 100?
Tech-Schwergewichte geben nach
Die Nervosität der Anleger spiegelt sich im Volatilitätsindex VIX wider, der am Freitag um elf Prozent nach oben schoss. Besonders Schwergewichte wie Nvidia zogen den Index zuletzt deutlich ins Minus. Aus charttechnischer Sicht hat der technologielastige Auswahlindex mit dem Schlusskurs unter der 200-Tage-Linie ein wichtiges Warnsignal gesendet – ein klares Zeichen für einen intakten Abwärtstrend.
Vereinzelt gibt es an diesem trüben Handelstag jedoch auch Ausreißer nach oben. Die Aktien von Micron Technology legten nach der Ankündigung einer neuen Chipfabrik in Taiwan um mehr als fünf Prozent zu. Auch der Stablecoin-Betreiber Circle profitierte von der Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen, da diese die Zinseinnahmen aus den Währungsreserven des Unternehmens steigern.
Blick auf die kritische Marke
Aus technischer Sicht rückt nun die Unterstützung bei 23.800 Punkten in den Fokus. Fällt dieses Niveau, beschleunigt sich der Abverkauf in Richtung der bisherigen Korrekturtiefs voraussichtlich weiter. Die Richtung für den Rest der Woche wird fast ausschließlich davon diktiert, ob das Ultimatum am heutigen Montagabend in eine militärische Auseinandersetzung mündet oder der Ölfluss durch die Straße von Hormus wiederhergestellt wird.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen?! Neue NASDAQ 100-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:
Die neusten NASDAQ 100-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für NASDAQ 100-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
