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Mynaric: IRIS2-Konkurrenz mit 6 Milliarden Euro

Rocket Lab treibt die Serienfertigung von Laserterminals in Gilching voran und reagiert auf die steigende Nachfrage von Satellitenbetreibern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ausbau der Fertigungskapazitäten in Gilching
  • Integration von Mynaric in US-Strukturen läuft
  • Schlüsselrolle für 1,3-Milliarden-US-Dollar-Auftrag
  • Standort als Tor zum europäischen Markt

Rocket Lab steht vor der ersten Bewährungsprobe nach der Übernahme von Mynaric. Am Vorabend des ersten gemeinsamen Quartalsberichts rückt die operative Skalierung in Gilching in den Fokus. CEO Peter Beck will die Fertigung von Laser-Terminals dort massiv ausbauen. Er reagiert damit auf die weltweit steigende Nachfrage von Konstellationsbetreibern.

Die Integration der Münchner Kapazitäten in die US-Strukturen hat bereits begonnen. Die Akquisition wurde am 14. April 2026 offiziell abgeschlossen. Rocket Lab zahlte dafür 155,3 Millionen US-Dollar in bar und rund 2,3 Millionen Aktien. Damit sicherte sich der Konzern die Schlüsseltechnologie für die optische Kommunikation im All.

Vertikale Integration für Großaufträge

Bisher galten leistungsstarke Terminals als Nadelöhr in der Lieferkette der Raumfahrtindustrie. Rocket Lab setzt nun auf vertikale Integration, um diese Engpässe zu beheben. Das Unternehmen kennt die Technik bereits aus bestehenden Projekten für die US-Behörde Space Development Agency.

Für dieses Regierungsprogramm produziert Rocket Lab insgesamt 36 Satelliten. Der Auftrag hat ein Volumen von 1,3 Milliarden US-Dollar. Die CONDOR Mk3-Terminals von Mynaric spielen dabei eine zentrale Rolle für die Vernetzung im Orbit. Parallel dazu beliefert der Standort Gilching weiterhin externe Partner wie Northrop oder York Space Systems.

Standortvorteil in Europa

Die Präsenz in Deutschland dient als strategisches Tor zum europäischen Markt. Rocket Lab Europe soll sich als lokaler Partner für EU- und ESA-Programme qualifizieren. Ein konkretes Ziel ist die geplante IRIS2-Konstellation. Dieses europäische Satellitenprojekt hat ein Budget von sechs Milliarden Euro.

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Die Übernahme beendet zudem eine schwierige Phase für das Münchner Unternehmen. Mynaric musste Anfang 2025 ein Restrukturierungsverfahren nach dem StaRUG einleiten. Produktionsverzögerungen und Lieferengpässe hatten die Liquidität zuvor massiv belastet. Unter dem Dach des US-Konzerns soll nun die Industrialisierung in Serienformat gelingen.

Quartalsbericht im Fokus

Analysten bewerten die Aktie im Vorfeld der neuen Zahlen positiv. Das Konsens-Rating liegt aktuell bei einem moderaten Kauf. Von 13 Experten raten neun zum Einstieg, während vier die Aktie halten.

Am Donnerstag, den 7. Mai 2026, veröffentlicht Rocket Lab die Ergebnisse für das erste Quartal. Nach US-Börsenschluss wird das Management Details zur operativen Integration und zum Auftragsbestand nennen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung der Margen und dem Fortschritt der Neutron-Rakete.

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