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Symbolbild, KI-generiert

Mutares Aktie: Walor-Angebot von Reed Capital

Mutares verkauft NEM Energy und erhält Angebot für Walor Precision. Trotz Kursverlusten bestätigt der Konzern seine Jahresziele und baut das Chemiegeschäft aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf von NEM Energy abgeschlossen
  • Angebot für Walor Precision eingegangen
  • Neue Chemieplattform Chemicals & Materials
  • Jahresziele trotz Kursrückgang bestätigt

Der Münchner Beteiligungskonzern hat die NEM Energy Group an Hyundai Heavy Industries Power Systems veräußert und für die Tochter Walor Precision Turning ein unwiderrufliches Angebot von Reed Capital erhalten. Beide Transaktionen sollen im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Insgesamt laufen bei Mutares derzeit 15 Verkaufsprojekte mit einem Umsatzvolumen von rund 2 Milliarden Euro.

Die Aktie zeigt sich davon zuletzt unbeeindruckt und bleibt unter Druck. Am Montag notiert das Papier bei 26,95 Euro und verliert damit 1,28 Prozent, nachdem es am Freitag noch mit 27,30 Euro geschlossen hatte. Auf Wochensicht steht ein Minus von 4,77 Prozent zu Buche, über 30 Tage sind es 5,93 Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp 9,87 Prozent eingebüßt, auf Zwölfmonatssicht summiert sich der Rückgang auf 19,43 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 35,15 Euro, erreicht Mitte Januar, trennen die Aktie mittlerweile 23,33 Prozent. Zum 52-Wochen-Tief von 23,30 Euro, aufgestellt Ende April, besteht dagegen noch ein Puffer von 15,67 Prozent. Mit einem RSI von 39,6 und einer annualisierten Volatilität von 27,09 Prozent bewegt sich der Kurs derzeit unterhalb sämtlicher gleitender Durchschnitte – 2,77 Prozent unter der 50-Tage-Linie, 6,53 Prozent unter dem 200-Tage-Schnitt. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf rund 588 Millionen Euro.

Neue Plattform Chemicals & Materials

Parallel zu den Verkäufen treibt Mutares den Ausbau seines Chemiegeschäfts voran. Im Juni hatte der Konzern die Übernahme von Synthomer a.s., einem Anbieter von Acrylatlösungen, vereinbart. Der Abschluss der Transaktion wird für das Ende des dritten Quartals 2026 erwartet. Mit dem Zukauf entsteht eine neue Plattform namens Chemicals & Materials, für die Mutares zudem eine Niederlassung in Houston eröffnet hat. Der Vorstoß in die US-Chemieindustrie ergänzt damit die laufende Portfoliobereinigung um einen weiteren Wachstumsbaustein.

Dividende gezahlt, Jahresziele bestätigt

An die Aktionäre zahlte Mutares am 8. Juli eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie aus. Für das laufende Geschäftsjahr hält der Konzern an seinen Zielen fest: Der Überschuss soll zwischen 165 und 200 Millionen Euro liegen, der Umsatz zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro. Der nächste konkrete Termin für Investoren ist der 13. August, wenn Mutares seinen Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2026 vorlegt. Bis dahin dürfte der Fortschritt bei den laufenden Verkaufs- und Übernahmeprojekten im Zentrum des Interesses stehen.

Analysteneinschätzung bleibt optimistisch

Trotz der schwachen Kursentwicklung sieht Sphene Capital erhebliches Aufwärtspotenzial für die Mutares-Aktie und nennt ein Kursziel von 49,40 Euro. Zwischen diesem Ziel und dem aktuellen Kursniveau klafft damit eine deutliche Lücke, die aus Sicht der Analysten Spielraum für eine Neubewertung des Portfolios lässt – vorausgesetzt, die angekündigten Verkäufe und die Integration von Synthomer verlaufen wie geplant.

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