Mutares trennt sich von einem weiteren Portfoliounternehmen. Die Beteiligungsholding hat ein unwiderrufliches Angebot von Quiver zum Kauf von Stuart (SRT Group SAS samt Tochtergesellschaften) erhalten. Das Closing peilt Mutares für das vierte Quartal 2026 an.
Was Stuart ausmacht
Stuart betreibt eine Plattform für urbane und Last-Mile-Logistik in Europa. Das Unternehmen verbindet Firmenkunden aus verschiedenen Branchen mit einem Netzwerk selbstständiger Kuriere. Dafür nutzt es eine eigene IT-Infrastruktur. Der Hauptsitz liegt in Frankreich, hinzu kommen Aktivitäten im Vereinigten Königreich und in Polen, ein technologisches Kompetenzzentrum sitzt in Spanien.
Stuart beschäftigt rund 70 Mitarbeitende und setzt etwa 50 Millionen Euro um. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt der Information der Arbeitnehmervertreter.
Die Mutares-Handschrift
Mutares hatte Stuart 2023 übernommen. Seither, so die Darstellung des Konzerns, hat das Unternehmen seinen Kundenstamm breiter aufgestellt und die Abhängigkeit von wenigen Großkunden verringert. Zudem flossen Mittel in die proprietäre Technologie, um die Margen zu stützen. Neukundengewinnung und schlankere Prozesse senkten die Kosten pro Auftrag deutlich.
Der Verkauf folgt damit dem bekannten Muster der Holding: stabilisieren, neu positionieren, veräußern. Käufer sollen die langfristige Entwicklung dann weiter vorantreiben. Johannes Laumann, CIO von Mutares, nennt Quiver den „richtigen Partner“ für die nächste Phase.
Der Deal passt außerdem zur Portfoliostrategie, das Engagement im Retail-Segment zu verringern. Stuart ist nach dieser Logik ein weiterer Baustein beim Rückzug aus dem Handelsumfeld.
Zum Kaufpreis macht Mutares keine Angaben. Für die Einordnung des Exits bleibt daher offen, welchen Erlös die Transaktion in die Kasse spült. Bis zum erwarteten Closing im vierten Quartal 2026 muss zunächst die Information der Arbeitnehmervertreter abgeschlossen sein.
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