Rund zwölf Prozent Kursverlust seit Jahresbeginn spiegeln eine unruhige Phase wider. Auf dem Parkett notiert die Mutares-Aktie aktuell bei 26,25 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von knapp 37 Euro. Im Hintergrund lichten sich derweil die Reihen der Skeptiker. Ein prominenter Hedgefonds zieht sich vollständig zurück, während das Management eine wichtige Refinanzierungsmaßnahme anstößt.
Schonfeld streicht die Segel
Schonfeld Strategic Advisors hat seine Short-Position bei dem Münchner Investor komplett abgebaut. Der Anteil sank von knapp einem Prozent auf null. Erst vor wenigen Wochen hatte der Fonds massiv gegen Mutares gewettet. Aktuell gibt es laut Melderegistern keine nennenswerten Leerverkaufspositionen mehr in der Aktie.
Parallel dazu bringt Mutares sein angekündigtes Rückkaufprogramm auf den Weg. Ab heute läuft ein freiwilliges Angebot für den Nordic Bond. Das Unternehmen will Papiere im Volumen von bis zu 25 Millionen Euro vom Markt nehmen. Anleihegläubiger erhalten 101 Prozent des Nennbetrags zuzüglich Stückzinsen. Die Annahmefrist endet Anfang Juni.
Schuldenabbau nach Covenant-Bruch
Die Maßnahme hat eine klare Vorgeschichte. Ende 2025 riss Mutares die in den Anleihebedingungen festgelegte Grenze für das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital. Schwache Exit-Aktivitäten im Schlussquartal und gestiegene Leasingverbindlichkeiten trieben die Kennzahl nach oben. Die ausstehenden Anleihen summierten sich zum Jahreswechsel auf 385 Millionen Euro. Bis Ende 2026 plant der Vorstand eine Reduzierung auf maximal 300 Millionen Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mutares?
Die Gläubiger gewähren Mutares eine Gnadenfrist und setzten den Covenant-Verstoß vorläufig aus. Das Management rechnet damit, die Schwelle bis Ende Juni wieder zu unterschreiten. Helfen sollen dabei die bereits unterzeichneten Übernahmen von Wärtsilä Gas Solutions und dem ETP-Geschäft von SABIC.
Fokus auf Quartalszahlen
Operativ treibt der Investor den Portfolio-Umbau voran. Zuletzt übergab Mutares den Zweiradhersteller Peugeot Motocycles an das dortige Management. Auch für Kalzip und die inTime Group fanden sich Käufer. Für weiteres Wachstum rückt der US-Markt in den Fokus. Neben dem Standort in Chicago bereitet das Unternehmen eine zweite Niederlassung vor und prüft dort Übernahmen mit einem Milliardenvolumen.
Am 12. Mai legt Mutares den Bericht für das erste Quartal vor. Investoren werden die Zahlen präzise auf den Fortschritt beim Schuldenabbau prüfen. Konkret rückt der Zeitplan für das SABIC-Closing in den Mittelpunkt, um die Entspannung bei den Verschuldungskennzahlen zu untermauern.
Mutares-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mutares-Analyse vom 11. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Mutares-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mutares-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mutares: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
