Zwei Euro Dividende, eine Umsatzprognose von bis zu 9,1 Milliarden Euro und ein Wachstumsplan von 25 Prozent pro Jahr bis 2030. Die Beteiligungsgesellschaft Mutares hat auf ihrer Hauptversammlung am 3. Juli 2026 klare Ansagen gemacht. Die Aktionäre folgten dem Vorstand bei allen wichtigen Punkten.
Dividende und Prognose stehen
Die Hauptversammlung beschloss eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Die Stimmpräsenz lag bei 40,63 Prozent. Das zeigt: Die Anteilseigner tragen den Kurs der Holding mit.
Der Vorstand bestätigte zudem die Prognose für 2026. Mutares peilt einen Konzernumsatz zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro an. Der Jahresüberschuss der Holding soll zwischen 165 und 200 Millionen Euro liegen.
Größte Exit-Pipeline der Firmengeschichte
Mutares meldet aktuell die größte Exit-Pipeline seiner Geschichte. Ein zentraler Baustein ist der bereits unterzeichnete Verkauf der NEM Energy Group an Hyundai Heavy Industries Power Systems. Der Vollzug soll im dritten Quartal 2026 erfolgen.
Weitere Verkäufe zeichnen sich ab, darunter für Walor Precision Turning. Hinzu kommen eine erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung und die Expansion in den US-Markt. Das Segment „Chemicals & Materials“ hat Mutares neu strukturiert, um die Portfolio-Effizienz zu steigern.
25 Prozent Wachstum als Ziel bis 2030
Der Vorstand blickt über 2026 hinaus. Bis 2030 will Mutares Umsatz und Gewinn jährlich um mindestens 25 Prozent steigern. Als neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2026 hat die Gesellschaft PricewaterhouseCoopers bestellt — ein Schritt, der die Governance stärken soll.
Charttechnik: Erholung nach schwachem Jahr
Die Mutares-Aktie schloss den Handel am Freitag bei 28,60 Euro, ein Plus von 0,18 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Gewinn von 2,33 Prozent zu Buche. Der Titel liegt damit über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 27,41 Euro, aber knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 28,91 Euro.
Der Blick auf die längere Frist zeigt allerdings Abstand zur Spitze. Zum 52-Wochen-Hoch von 35,15 Euro aus Mitte Januar fehlen noch 18,63 Prozent. Zum Jahrestief von 23,30 Euro aus dem April hat die Aktie dagegen 22,75 Prozent aufgeholt. Der RSI von 53,6 signalisiert eine neutrale Marktlage — weder überkauft noch überverkauft.
Die nächste konkrete Wegmarke liefert der geplante Vollzug des NEM-Energy-Verkaufs im dritten Quartal 2026. Bestätigt sich der Deal fristgerecht, dürfte das die Exit-Pipeline weiter untermauern, auf die der Vorstand seine Wachstumsziele stützt.
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