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Mutares Aktie: Magna-Sparten, neues Geld

Mutares übernimmt zwei Sparten von Magna und schließt eine Kapitalerhöhung ab, während die Aktie ein 52-Wochen-Tief erreicht. Das Unternehmen strebt weiteres Wachstum an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei Übernahmen von Magna im Automotive-Bereich
  • Laufende Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsangebot
  • Aktie notiert auf 52-Wochen-Tief
  • Ehrgeizige Umsatz- und Gewinnziele für 2026

Zwei Übernahmen, eine laufende Kapitalerhöhung und ein ehrgeiziges Wachstumsziel bis 2030 — Mutares drückt beim Portfolioaufbau aufs Tempo. Ausgerechnet jetzt, wo die Aktie auf einem 52-Wochen-Tief notiert.

Zwei Zukäufe stärken das Automotive-Segment

Mutares übernimmt gleich zwei Sparten vom Automobilzulieferer Magna. Das europäische Beleuchtungsgeschäft mit einem Jahresumsatz von rund 235 Millionen US-Dollar geht an die konzerneigene Amaneos Group. Dort soll es die Light Mobility Solutions GmbH um integrierte Außenbeleuchtungssysteme erweitern. Das zweite Geschäft — Dachsysteme mit rund 85 Millionen US-Dollar Umsatz — stärkt die HiLo Group, die bereits Scharniere und Verriegelungssysteme fertigt. Zusammen kommen beide Zukäufe auf rund 320 Millionen US-Dollar Jahresumsatz. Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 geplant, behördliche Genehmigungen vorausgesetzt.

Das strategische Kalkül dahinter: Breitere Plattformen mit mehr Systemtiefe sollen die Portfoliounternehmen für künftige Exits attraktiver machen.

Kapitalerhöhung läuft — Frist bis 21. April

Die Akquisitionen werden durch eine laufende Kapitalerhöhung flankiert. Die institutionelle Vorabplatzierung war fast dreifach überzeichnet, mehr als 60 Prozent der Aufträge kamen aus den USA und Großbritannien. Bestehende Aktionäre können bis zum 21. April Bezugsrechte im Verhältnis 5:1 ausüben — wer fünf Aktien hält, darf eine neue kaufen. Wichtig: Nicht genutzte Rechte verfallen ohne Entschädigung. Bis einschließlich Donnerstag, den 16. April, sind die Bezugsrechte noch an der Frankfurter Börse handelbar.

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Die neuen Aktien werden am 28. April geliefert — zeitgleich mit dem geprüften Jahresabschluss für 2025. Der Konzernumsatz kletterte im abgelaufenen Jahr auf 6,5 Milliarden Euro, der Holdinggewinn auf 130,4 Millionen Euro. Für 2026 stellt das Management 7,9 bis 9,1 Milliarden Euro Umsatz und einen Holdinggewinn von 165 bis 200 Millionen Euro in Aussicht.

Starke Ziele, schwacher Kurs

CIO Johannes Laumann hat für das zweite Quartal hohes Transaktionsmomentum auf beiden Seiten angekündigt — Zukäufe wie Verkäufe. Den nächsten konkreten Einblick liefert der Q1-Bericht am 12. Mai, gefolgt von der Hauptversammlung am 3. Juli.

Operativ läuft das Geschäft. Der Kurs spiegelt das nicht wider: Mit einem Minus von rund 16 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie aktuell auf ihrem 52-Wochen-Tief bei 25,15 Euro — rund 32 Prozent unterhalb des Hochs vom vergangenen Sommer. Ob die Kombination aus Dealflow und frischem Kapital ausreicht, um die Bewertungslücke zu schließen, dürfte spätestens der Jahresbericht Ende April zeigen.

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Diskussion zu Mutares

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.