Zwei Übernahmen, eine laufende Kapitalerhöhung und ein ehrgeiziges Wachstumsziel bis 2030 — Mutares drückt beim Portfolioaufbau aufs Tempo. Ausgerechnet jetzt, wo die Aktie auf einem 52-Wochen-Tief notiert.
Zwei Zukäufe stärken das Automotive-Segment
Mutares übernimmt gleich zwei Sparten vom Automobilzulieferer Magna. Das europäische Beleuchtungsgeschäft mit einem Jahresumsatz von rund 235 Millionen US-Dollar geht an die konzerneigene Amaneos Group. Dort soll es die Light Mobility Solutions GmbH um integrierte Außenbeleuchtungssysteme erweitern. Das zweite Geschäft — Dachsysteme mit rund 85 Millionen US-Dollar Umsatz — stärkt die HiLo Group, die bereits Scharniere und Verriegelungssysteme fertigt. Zusammen kommen beide Zukäufe auf rund 320 Millionen US-Dollar Jahresumsatz. Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 geplant, behördliche Genehmigungen vorausgesetzt.
Das strategische Kalkül dahinter: Breitere Plattformen mit mehr Systemtiefe sollen die Portfoliounternehmen für künftige Exits attraktiver machen.
Kapitalerhöhung läuft — Frist bis 21. April
Die Akquisitionen werden durch eine laufende Kapitalerhöhung flankiert. Die institutionelle Vorabplatzierung war fast dreifach überzeichnet, mehr als 60 Prozent der Aufträge kamen aus den USA und Großbritannien. Bestehende Aktionäre können bis zum 21. April Bezugsrechte im Verhältnis 5:1 ausüben — wer fünf Aktien hält, darf eine neue kaufen. Wichtig: Nicht genutzte Rechte verfallen ohne Entschädigung. Bis einschließlich Donnerstag, den 16. April, sind die Bezugsrechte noch an der Frankfurter Börse handelbar.
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Die neuen Aktien werden am 28. April geliefert — zeitgleich mit dem geprüften Jahresabschluss für 2025. Der Konzernumsatz kletterte im abgelaufenen Jahr auf 6,5 Milliarden Euro, der Holdinggewinn auf 130,4 Millionen Euro. Für 2026 stellt das Management 7,9 bis 9,1 Milliarden Euro Umsatz und einen Holdinggewinn von 165 bis 200 Millionen Euro in Aussicht.
Starke Ziele, schwacher Kurs
CIO Johannes Laumann hat für das zweite Quartal hohes Transaktionsmomentum auf beiden Seiten angekündigt — Zukäufe wie Verkäufe. Den nächsten konkreten Einblick liefert der Q1-Bericht am 12. Mai, gefolgt von der Hauptversammlung am 3. Juli.
Operativ läuft das Geschäft. Der Kurs spiegelt das nicht wider: Mit einem Minus von rund 16 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie aktuell auf ihrem 52-Wochen-Tief bei 25,15 Euro — rund 32 Prozent unterhalb des Hochs vom vergangenen Sommer. Ob die Kombination aus Dealflow und frischem Kapital ausreicht, um die Bewertungslücke zu schließen, dürfte spätestens der Jahresbericht Ende April zeigen.
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