Sechs Tage noch — dann verfallen die Bezugsrechte der laufenden Mutares-Kapitalerhöhung entschädigungslos. Wer als Aktionär bis zum 21. April nicht handelt, verzichtet auf sein Recht, neue Anteile zum Vorzugspreis zu zeichnen.
Das Bezugsverhältnis lautet 5:1 zu je 24,50 Euro pro neuer Aktie. Insgesamt sollen bis zu 4,27 Millionen neue Aktien ausgegeben werden — rund 20 Prozent des bestehenden Grundkapitals. Bei vollständiger Platzierung fließen Mutares bis zu 105 Millionen Euro zu.
Institutionelle Nachfrage überrascht
Die institutionelle Vorabtranche verlief bemerkenswert stark: fast dreifach überzeichnet, mit mehr als 60 Prozent der Aufträge aus den USA und Großbritannien. Rund 1,1 Millionen Aktien wurden dabei bereits zu 24,50 Euro platziert, was 26,4 Millionen Euro einbrachte.
Der aktuelle Kurs von 25,30 Euro liegt nur knapp über dem Bezugspreis — nach einem Rückgang von rund 26 Prozent im Zwölfmonatszeitraum. Das Bezugsrecht hat damit kaum noch inneren Wert, was den Entscheidungsdruck für Altaktionäre erhöht.
Wohin das Geld fließt
Mutares hat die Mittelverwendung klar aufgeteilt: 80 Prozent sollen in die US-Expansion fließen, 20 Prozent stärken die Bilanz. Hintergrund des defensiven Anteils ist ein Covenant-Problem: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital verfehlte zum Jahresende 2025 den vereinbarten Zielwert. Die Anleihegläubiger haben bis zum 29. Juni 2026 auf die Einhaltung verzichtet — ab Q2 2026 sollen pro Quartal mindestens 25 Millionen Euro der Anleihe 2023/2027 zurückgekauft werden.
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Parallel dazu stehen zwei konkrete Akquisitionen: Mutares übernimmt das europäische Automobilbeleuchtungsgeschäft von Magna mit erwartetem Jahresumsatz von rund 235 Millionen US-Dollar sowie das Dachsystemgeschäft mit rund 85 Millionen US-Dollar Umsatz. Beide Transaktionen sollen im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. In den USA sieht Mutares eine Akquisitionspipeline mit einem Gesamtumsatzvolumen von rund 4,8 Milliarden Euro.
Operative Zahlen und nächste Termine
Das operative Fundament ist solide: 2025 wuchs der Konzernumsatz auf 6,5 Milliarden Euro, der Holding-Gewinn kletterte auf 130,4 Millionen Euro. Für 2026 peilt das Management Erlöse zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro sowie einen Holding-Gewinn von 165 bis 200 Millionen Euro an.
Am 28. April werden die neuen Aktien aus der Bezugstranche geliefert — an demselben Tag erscheint der vollständige Geschäftsbericht 2025. Der Q1-Bericht folgt am 12. Mai, die Hauptversammlung ist für den 3. Juli angesetzt.
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