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Mutares Aktie: Covenant-Frist Ende Juni 2026

Mutares muss bis Ende Juni die verfehlte Schuldenkennzahl reparieren. Neue Übernahmen und geplante Verkäufe sollen die Bilanz entlasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Frist für Schuldenkennzahl läuft Ende Juni ab
  • Zwei Übernahmen sollen Bilanz retten
  • Schuldenabbau durch Anleihenrückkäufe geplant
  • Hauptversammlung beschließt Dividende von 2 Euro

Ende Juni läuft für Mutares eine wichtige Frist ab. Der Konzern riss im vergangenen Jahr eine zentrale Schuldenkennzahl. Die Anleihegläubiger gewährten damals einen Aufschub. Jetzt muss das Management liefern.

Am Aktienmarkt herrscht Zuversicht. Der Kurs kletterte am Freitag auf 29,40 Euro. Damit eroberte das Papier die 200-Tage-Linie zurück. Auf Monatssicht steht ein Plus von gut neun Prozent.

Rettung durch Zukäufe

Mutares verfehlte 2025 das geforderte Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital. Weniger Firmenverkäufe und höhere Leasing-Verbindlichkeiten drückten die Bilanz. Die Gläubiger setzten die Prüfung daraufhin bis Ende Juni 2026 aus.

Der Vorstand gibt sich entspannt. Zwei frische Übernahmen sollen die Rettung bringen. Mutares kaufte Anfang Juni das Gas-Geschäft von Wärtsilä sowie eine SABIC-Sparte. Beide Deals erzeugen hohe Buchgewinne. Die Schuldenkennzahl dürfte bald wieder im grünen Bereich liegen.

Schuldenabbau und Exits

Parallel dazu baut der Konzern aktiv Schulden ab. Die Anleihen sollen bis Jahresende auf maximal 300 Millionen Euro sinken. Dafür kauft Mutares ab sofort quartalsweise Papiere für mindestens 25 Millionen Euro zurück.

Frisches Geld bringen anstehende Verkäufe. Mutares veräußert NEM Energy an Hyundai Heavy Industries. Der Abschluss steht für das dritte Quartal im Kalender. Der Verkaufspreis: streng geheim.

Auch bei der portugiesischen Tochter Efacec tut sich etwas. Laut Medienberichten prüft Mutares mit JPMorgan einen Börsengang oder Verkauf. Die Sparte soll dieses Jahr bis zu 50 Millionen Euro operatives Ergebnis liefern. Analysten von Warburg Research senkten das Kursziel kürzlich auf 41 Euro. Sie raten aber weiterhin zum Kauf.

Dividende als Bonus

Am 3. Juli treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Das Management schlägt eine Basisdividende von 2,00 Euro je Aktie vor. Fließt durch weitere Verkäufe viel Geld in die Kasse, winkt ein zusätzlicher Bonus.

Die Basis für diese Ausschüttungen bleibt das operative Geschäft. Mutares erwartet für das laufende Jahr einen Jahresüberschuss von 165 Millionen Euro. Gelingt die anstehende Bilanzreparatur Ende Juni, hat der Konzern freie Bahn. Zusätzliche Mittel fließen dann direkt in die Expansion auf dem US-Markt.

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Diskussion zu Mutares

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.