Starke Wachstumsziele, attraktive Dividende — und trotzdem steht Mutares unter Druck. Der Grund: Meldungen über eine Verletzung von Anleihebedingungen dämpfen die Stimmung rund um die Münchner Beteiligungsgesellschaft und belasten den Kurs.
Operative Ziele bleiben ehrgeizig
Dabei liest sich die Unternehmensplanung eigentlich vielversprechend. Für 2025 peilt das Management Konzernerlöse von 6,5 Mrd. Euro an — ein Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahr. Der Holdinggewinn soll auf 130,8 Mio. Euro klettern, was einem Anstieg von 20 % entspräche. Für 2026 stellt der Vorstand eine besonders rege Transaktionstätigkeit in Aussicht, vor allem im zweiten Quartal.
Analysten lassen sich von der Anleihe-Thematik bislang wenig beirren. Warburg Research und Jefferies bestätigten Mitte März unabhängig voneinander ihre Kaufempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 43,50 Euro — das entspricht einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von über 40 % gegenüber dem aktuellen Niveau um 30,80 Euro.
Niedrige Bewertung, hohe Dividendenrendite
Hinzu kommen zwei Faktoren, die Einkommensinvestoren aufhorchen lassen dürften. Das KGV auf Basis der 2025er-Schätzungen liegt bei lediglich 4,2 — für eine Beteiligungsgesellschaft mit dieser Wachstumsdynamik ein niedriger Wert. Und die für 2026 erwartete Dividende von 2,44 Euro je Aktie ergibt beim aktuellen Kurs eine Rendite von rund 8 %.
Kurzfristig hängt die Kursentwicklung jedoch davon ab, wie schnell Mutares die offenen Fragen rund um die Anleihebedingungen klärt. Gelingt das zeitnah, könnte die für das zweite Quartal angekündigte Transaktionsdynamik zum eigentlichen Kurstreiber werden.
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