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Mutares Aktie: 50 Millionen aus Terranor-Exit

Mutares verkauft letzte Terranor-Anteile und erzielt 50 Millionen Euro. Der Exit bestätigt die Harvesting-Strategie des Beteiligungsspezialisten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vollständiger Rückzug aus Terranor
  • Bruttoerlös von rund 50 Millionen Euro
  • Rendite übertrifft eigene Zielvorgaben
  • Jahresprognose für 2026 bestätigt

Mutares hat seine letzte Beteiligung an der Terranor Group verkauft. Der Münchner Beteiligungsspezialist erzielt damit einen Bruttoerlös von rund 50 Millionen Euro — und beweist, dass die angekündigte Harvesting-Agenda keine Absichtserklärung ist.

Vollständiger Rückzug nach drei Exit-Stufen

Den Abschluss vollzog Mutares per Privatplatzierung bei schwedischen und internationalen institutionellen Investoren. DNB Carnegie und SB1 Markets begleiteten die Transaktion als Joint Bookrunner.

Der Ausstieg erfolgte in Etappen. Erst der Börsengang der Terranor Group im Juni 2025, dann schrittweise Verkäufe im Dezember 2025 und März 2026 — jetzt der finale Schritt. Mutares hielt zuletzt noch 46,3 Prozent.

ROIC deutlich über Ziel

Die Rendite übertrifft die eigene Zielspanne. Über die gesamte Haltedauer erzielte Mutares rund 50 Millionen Euro Bruttoerlös. Allein 2026 entfielen davon etwa 25 Millionen Euro.

Mutares hatte Terranor 2020 durch eine Ausgliederung aus dem NCC-Konzern erworben — zunächst die schwedischen und finnischen Aktivitäten, 2021 folgte das dänische Geschäft.

Struktureller Rückenwind macht Terranor attraktiv

Für institutionelle Käufer war Terranor kein schwieriger Fall. Das Unternehmen sicherte sich bei der schwedischen Ausschreibungssaison 2026 stolze 31 Prozent des vergebenen Auftragsvolumens. Der Auftragsbestand liegt auf Rekordniveau.

Das Umfeld hilft. Schweden erhöhte sein Straßenbudget für 2026 bis 2037 um 48 Prozent. Terranor ist der einzige große unabhängige Spezialist für Betrieb und Instandhaltung von Straßen in der nordischen Region — ein weitgehend nicht-zyklischer Markt.

Jahresprognose bestätigt, Pipeline gefüllt

Der Terranor-Exit ist der erste größere Abschluss des laufenden Jahres. Fünf kleinere Exits gingen bereits voraus. Mutares erwartet weitere attraktive Verkäufe — besonders aus den Bereichen Defense, Energie und Energieinfrastruktur im Segment Engineering & Technology.

Die Jahresprognose bleibt unverändert. Mutares peilt für 2026 Konzernumsätze zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro an, nach 6,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Hinzu kommt die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte: der geplante Erwerb des Engineering-Thermoplastics-Geschäfts von SABIC mit rund 2,0 Milliarden Euro Umsatz. Das Closing erwartet Mutares Ende des zweiten Quartals 2026.

Die Aktie notiert aktuell bei 27,35 Euro — ein Plus von rund 16 Prozent gegenüber dem Jahrestief vom April. Vom 52-Wochen-Hoch bei 36,75 Euro trennt den Kurs allerdings noch ein Abstand von gut 25 Prozent.

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