Frisches Geld rein, teure Schulden raus. Die Beteiligungsgesellschaft Mutares räumt nach der jüngsten Kapitalerhöhung ihre Bilanz auf. Im vergangenen Jahr riss das Unternehmen zeitweise seine Vorgaben zur maximalen Verschuldung. Nun folgt der Gegenentwurf: Ein konkreter Plan zum Schuldenabbau soll die finanzielle Stabilität sichern.
Anleihen im Visier
Voraussichtlich ab dem 8. Mai startet ein Kaufangebot an die Gläubiger der bis 2027 laufenden Anleihe. Mutares plant zunächst den Erwerb von Teilbeträgen im Volumen von bis zu 25 Millionen Euro.
Das Fernziel ist ambitioniert. Derzeit belaufen sich die ausstehenden Papiere auf insgesamt 385 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres soll dieser Berg auf maximal 300 Millionen Euro schrumpfen. Dafür will das Münchener Unternehmen ab dem laufenden Quartal regelmäßig Tranchen vom Markt nehmen. Die nötige Liquidität lieferte eine kürzlich abgeschlossene Kapitalerhöhung, die brutto rund 105 Millionen Euro in die Kassen spülte.
An der Börse arbeitet das Papier derweil an einer Bodenbildung. Mit einem aktuellen Kurs von 25,95 Euro notiert der Titel gut 13 Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Immerhin konnte sich die Aktie von ihrem jüngsten Tief im April spürbar absetzen. Die hohe Volatilität zeugt allerdings von einer anhaltenden Nervosität im Markt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mutares?
Milliardenumsatz und Dividende im Blick
Operativ hält das Management das Tempo hoch. Für das laufende Jahr rechnet Mutares mit einem Konzernumsatz zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss der Holding soll bei mindestens 165 Millionen Euro liegen. Als wesentliche Treiber gelten dabei weitere Verkäufe aus dem Beteiligungsportfolio.
Aktionäre sollen von diesen Exits direkt profitieren. Der Hauptversammlung im Juli wird eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie vorgeschlagen. Dieser Wert gilt künftig als Untergrenze, die bei erfolgreichen Verkäufen durch eine Performance-Komponente aufgestockt werden kann.
Am 12. Mai legt Mutares die Bücher für das erste Quartal offen. Neben den reinen Finanzdaten rückt die operative Entwicklung der Plattform-Beteiligung Magirus in den Mittelpunkt. Parallel dazu warten Investoren auf das geplante Closing des SABIC-Deals, das für das laufende Quartal anvisiert ist.
Mutares-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mutares-Analyse vom 6. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Mutares-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mutares-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mutares: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
