Frisches Geld für große Zukäufe auf der einen Seite, ein Aktienkurs auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr auf der anderen. Bei Mutares klaffen operative Ambitionen und die aktuelle Marktstimmung spürbar auseinander. Das Private-Equity-Haus hat sich gerade über eine Kapitalerhöhung einen dreistelligen Millionenbetrag gesichert, um vor allem in Nordamerika anzugreifen.
Durch die Ausgabe neuer Papiere zu je 24,50 Euro flossen dem Unternehmen brutto rund 105 Millionen Euro zu. Der Großteil dieses Kapitals fließt direkt in die Wachstumsstrategie. Etwa vier Fünftel der Mittel sind für die Expansion in den USA sowie weitere europäische Akquisitionen reserviert. Den Rest nutzt das Management zur Stärkung der Bilanz.
Fokus auf das US-Geschäft
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die geplante Übernahme der Kunststoffsparte von Sabic. Dieses Geschäft bringt einen Milliardenumsatz auf die Waage und beschäftigt knapp 3.000 Mitarbeiter. Der Unternehmenswert der Transaktion wird auf 450 Millionen US-Dollar beziffert. Der Abschluss des Deals wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.
Mutares kauft hierbei einen klaren Sanierungsfall. Die Sparte schrieb zuletzt operative Verluste, während die europäischen Werke nur zur Hälfte ausgelastet waren. Im Zuge der Restrukturierung steht nun unter anderem der spanische Standort Cartagena auf dem Prüfstand.
Parallel dazu ordnet der Investor sein bestehendes Portfolio neu. Der Börsengang der Tochtergesellschaft Amaneos verschiebt sich auf die Jahre 2027 oder 2028. Die Gesellschaft operiert nach Unternehmensangaben profitabel, benötigt bis zum Sprung aufs Parkett aber offenbar mehr Vorlaufzeit.
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Analysten optimistisch, Anleger skeptisch
An der Börse löst der strategische Umbau bislang keine Euphorie aus. Die Mutares-Aktie rutschte am Freitag auf 23,60 Euro ab und markierte damit ein neues Jahrestief. Allein im vergangenen Monat verlor das Papier über ein Viertel seines Wertes.
Analysten lassen sich von diesem Abwärtstrend nicht beirren. Warburg Research sieht das Kursziel weiterhin bei 46 Euro, während Jefferies der Aktie einen Anstieg auf 37 Euro zutraut. Beide Häuser raten unverändert zum Kauf.
Konkrete Fakten zur operativen Entwicklung folgen in Kürze. Am Dienstag, den 28. April, legt Mutares die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Der Fokus der Marktteilnehmer wird dabei auf der finanziellen Stabilität nach der Kapitalmaßnahme sowie auf Details zur Integration des US-Zukaufs liegen.
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